Dienstag, 21. August 2012

Dem Regen trotzen

Seit einigen Tagen ist es mit dem schönen Wetter vorbei und es regnet eigentlich nur noch, nein, es strömt so richtig und gießt aus allen Kübeln.
Trotzdessen wollte ich heute an den Strand fahren und wenigstens noch etwas anderes von Phuket Island sehen. Meine neuen Mitbewohner im Zimmer wollten auch mitkommen, also habe ich auf sie im Hostel gewartet und dann sind wir am frühen Nachmittag losgefahren.
Es ist richtig angenehm in Asien mit dem Bus zu fahren, da dieser gerne irgendwann losfährt und dann einfach irgendwo unvermittelt stehen bleibt und keiner weiß was los ist. Diesen Fall hatten wir heute auch wieder. Nach 25 Minuten im Bus sitzen und warten, fuhr dieser endlich los, nur um nach ca 800m am Straßenrand stehen zu bleiben. Wir waren dann die einzigen im Bus, während alle anderen Insassen Mittag gegessen haben. Da wir nicht wussten, wann es weitergeht, blieben wir halt als dumme Touristen sitzen. Nach 20 Minuten ging es dann auch schon ganz schnell weiter. Ich bin dann eh eingeschlafen, weil ich keine Lust mehr aufs warten hatte.
Nach nur knapp 90 Minuten für eine Strecke von 20 km waren wir dann auch schon in Patong. 
Ich muss sagen, ich bin echt froh, dass ich, trotz aller Empfehlungen, nicht nach Patong gegangen bin. Hier gibt es wieder nur die altbekannten Touristenattraktionen, also Bars, Restaurants, Souvenirläden nebeneinander, die mich die letzten Tage nur genervt haben. Aber wenigstens weiß ich jetzt, wo alle Touristen auf Phuket Island sind, nämlich in Patong.
Wir sind dann zum Strand gelaufen, der nicht schön war. Ziemlich dreckig, voller Müll, stinkend und komisches Wasser. Da auch das Wetter wieder nicht richtig mitspielte sind wir nur kurz ins Wasser gegangen und mussten dann auch wieder zurück zum Bus. Der letzte fuhr nämlich schon um 5.
Aber wir alle waren eigentlich froh, wieder zurück nach Phuket Town fahren zu können.
Rückzu hatten wir nicht den gleichen Reisebus wie auf der Hinfahrt, sondern stattdessen die üblichen Thaibusse, die hinten an beiden Seiten lange Bänke hatten. Ruckizucki war der Bus mehr als nur überfüllt und die Leute mussten teilweise hinten auf der Stufe, die das Einsteigen erleichtern soll, stehen.
Wunderschön zeigte sich auch bei der Heimfahrt wieder die Lebensweise der Thai. Die Straße hatte zwischendurch einen Anstieg von bestimmt 60° und der volle, alte und klapprige Bus musste die Straßen wirklich hochkriechen. Der Busfahrer, der den Bus im ersten Gang den Berg hochtrieb, verzog bei dem Aufheulen, dass immer schrecklicher wurde, keine Miene, sondern tat so, als ob alles normal wäre. Nach dem ersten krassen Anstieg hatte ich auch wieder mein Vertrauen in Fahrer und Bus gewonnen und wartete also die nächsten 5 Anstiege geduldig ab und verzog auch keine Miene, sondern tat so, als ob das alles so normal ist.
Wieder hier angekommen, ging es wieder zum Food Market, Pad Thai essen (also gebratene Nudeln). Als Nachtisch versuchten wir uns durch die verschiedenen Süßspeisen der Thais. Also hatten wir einmal kleine Pfannkuchen mit Baiser gefüllt oder einmal mit Kokosbaiser gefüllt, was mit rotem Zeug verziert war, was sehr nach dem Lachsersatz der deutschen Fischbrötchen geschmeckt hat. 

Morgen gehts weiter in den Norden, in dem es auch regnet.
Hurra!

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