Ja, die letzten Tage habe ich mich nicht gemeldet, weil eigentlich nicht viel passiert ist.
Am Freitag machte ich mich auf den Weg von Ubud nach Kuta, dem Partyort der Australier. Eigentlich hatte ich nicht vor, dahin zu fahren und wollte in den Süden von Bali, aber dann hätte ich früher wieder weggemusst, weil es schwierig ist, vom Süden zum Flughafen zu kommen. Da mein Flug auch noch früh morgens ging, habe ich dann den einfachen Weg gewählt und bin nach Kuta gefahren, was in einer laufbaren Distanz zum Flughafen liegt.
Also wartete ich einsam vor einem kleinen Laden auf den Bus, der mich abholen sollte. Nach einer halben Stunde ging ich in den Laden und fragte, ob die Verkäufer nicht bei dem Busunternehmen anrufen könnten und nachfragen könnten, ob sie mich eventuell vergessen haben. Der eine Verkäufer winkte nur ab und verwies auf die Uhr und dann auf die Straße. Bei den Straßenverhältnissen muss ich mir keine Gedanken machen. Nach einer Stunde Wartezeit kam der Bus auch wirklich und sammelte mich ein.
In Kuta angekommen, stellte sich heraus, dass es genauso ist, wie ich es mir vorgestellt habe: viele viele Souvenir- und Klamottenläden, Bars und Restaurants. Da es mir aber als schlimmer beschrieben wurde, war ich dann doch zufrieden, dass es nicht so schlimm ist. Ich wollte sowieso nur die letzten Tage auf Bali genießen und am Strand sein.
Am nächsten Tag ging es tatsächlich zum Strand, faulenzen, sonnen und lesen. Obwohl ich die meiste Zeit im Schatten lag, habe ich mir einen Sonnenbrand geholt. Als wir zudem gerade unsere Strandresidenz bezogen haben, wurde neben uns eine Zelebration abgehalten, die nur alle 25 Jahre gefeiert und nur an diesem Strand abgehalten wird. Es wurde zu einem bestimmten Gott gebetet und alle möglichen Gegenstände im Meer geweiht, wie etwa Puppen, Spiegel, Blumengaben und so weiter. Dazu gab es die ganze Zeit Gebete und Gesang. Weiterhin wurden eine Ente und ein Huhn zunächst im Meer geweiht, dann einige Federn ausgerupft und dann zu guter Letzt ins Meer geworfen. Die Ente war relativ clever und ist lebendig wieder rausgekommen, das Huhn hat leider die Wellen nicht überlebt. Dieses Ritual soll Glück bringen, wenn eins der Tiere überlebt.
Nach 4 Stunden war der Spuk vorbei und alle gingen wieder zurück zu ihrem Laster und fuhren davon. Ja, Kinder und mehrere Menschen werden bevorzugt in Lastwagen transportiert, was teilweise ein bisschen makaber aussieht, wenn einem kleine Kinderhände aus den überfüllten Lastern winken.
Am nächsten Tag machte ich das, was eigentlich alle in Kuta machen: surfen. Ich buchte eine Surfstunde bei einer Schule. Das war gar nicht so einfach, aber im Endeffekt schaffte ich es doch, einige Male aufzustehen und ein bisschen zu surfen. Das Schwerste war allerdings, mit dem Board wieder zurück ins tiefe Wasser zu gehen, weil die Strömung sehr stark und der Boden sehr uneben war. Ich habe eine Menge Wasser geschluckt und mehrmals mein Board wieder einsammeln müssen.
Abends ging es dann zu einem BBQ-Buffet von einem Club auf der Dachterasse, sehr lecker.
Heute morgen stand ich um 5h30 auf, um in Ruhe zu packen und zu Frühstücken. Danach lief ich zum Flughafen, weil ich gelesen habe, dass dieser in Laufdistanz ist. Nach einer guten Stunde war ich auch am Eingang vom Flughafengelände, wo mich ein Polizist auf seinem Motorrad einsammelte und mich dann zum richtigen Eingang brachte, welcher noch ein gutes Stück entfernt war.
Der Flug selber war unspektakulär und ruhig, ich habe garnicht mitbekommen, wie wir gelandet sind.
Mehr über Singapur im nächsten Eintrag :D
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