Donnerstag, 27. September 2012

Eat, Shop, Ubud

Die letzten zwei Tage in Ubud waren wirklich richtig schön und ich verbrachte die meiste Zeit mit Spaziergängen. Gestern morgen ging ich 3h die nähere Umgebung erkunden, was im Endeffekt bedeutete, durch Reisfelder zu laufen. Auf dem Rückweg habe ich eine kleine Tempelanlage gefunden und als ich sie mir anschauen wollte, kam eine Frau und gab mir sogleich einen Sarong und einen Gürtel, was Pflicht ist, in einem Tempel zu tragen. Danach erklärte sie mir mit Händen und Füßen alle Gebäude. Also weiß ich jetzt, wo in Tempelanlagen gebetet, getanzt, gegessen und geschlafen wird. Danach zeigte sie mir, wie ich aus Kokosnussblättern kleine Körbchen basteln kann.
Mittags wartete ich auf Kim und gemeinsam schauten wir uns noch ein bisschen mehr von der Stadt an. Abends gingen wir in ein typisch balinesisches Tanztheater, was sehr interessant war.
Heute morgen mieteten wir uns Fahrräder und fuhren zu dem nahegelegenen Elefantentempel aus dem 11. Jahrhundert und danach zum Yeh Pulu, ein Steinrelief aus dem 14. Jahrhundert.
Mittags ruhten wir uns nach einem Snack aus und gingen danach noch einmal in die Stadt, um die Fahrrader zurückzubringen und noch ein bisschen zu bummeln.
Abends gingen wir ein letztes mal gemeinsam essen, da ich morgen weiter reisen werde.






Übrigens, das Essen hier in Ubud ist so lecker und es gibt so viele verschiedene kleine Restaurants mit vielen leckeren Gerichten. So haben wir uns die letzten Tage durch typisch balinesisches Hühnchen mit Avocado, Zitronen-Mohn-Kuchen, Hühnchen Saté, Hühnchen mit Kokosnuss, Tempesandwich mit Süßkartoffelchips, glutenfreier Orangen-Mandel-Tarte und und und probiert.

Dienstag, 25. September 2012

Ubud, das kleine Shoppingparadies

Genau 48 Stunden war ich auf den Gilies und das hat auch gereicht. Leider habe ich zu spät meine Fähre und Rückfahrt angemeldet, sodass ich die um 7 Uhr morgens nehmen musste. Also stand ich schon um 6h auf und machte mich auf den Weg zur Fähre. Glücklicherweise waren 10 andere Personen genauso langsam wie ich und wir waren insgesamt nur 11 Mitfahrer. Das war ganz gut, denn so hatte jeder einen Schlafplatz. Außerdem war das Meer ziemlich aufgewühlt und die Wellen sehr hoch, sodass die Überfahrt ziemlich grob und "bumpy" war.
In Padang Bai ging es dann mit dem Shuttlebus nach Ubud, wo ich mir erst einmal eine Unterkunft suchen musste. Ist gar nicht so einfach, weil alle den gleichen Preis haben und ich aber nicht bereit war, diesen zu bezahlen und daher versuchte, zu verhandeln. Im Endeffekt und nach 10 Versuchen fand ich dann doch noch ein Hostel, dass mir für 100.000 Rupia die Nacht alle Wünsche erfüllt, nämlich eine heiße Dusche, Frühstück und Internet (special price for special lady - gern genutzter Spruch in Asien). Damit spare ich also 50.000 pro Nacht. Sehr gut.
Nach einer kurzen Pause machte ich mich auf, um mir die Stadt anzuschauen. Die besteht zum größten Teil aus kleinen Boutiquen, Spas, Restaurants und kleinen Cafes. Außerdem besteht Ubud aus vielen Höfen, die sich durch einige Häuser, meistens Bungalows und kleinen Tempeln auszeichnen. In so einem Homestay schlafe ich auch. Um also zu seinem Zimmer zu gelangen, muss ich erst durch ein großes Tor, dann durch den Garten, am Tempel vorbei.

florale Opfergaben eines Tempels

Eingang zu einem Häuserkomplex
Abends gab es dann noch Gado Gado für mich, sehr lecker.

Montag, 24. September 2012

Gilie Island

Nun verbrachte ich also meine letzten 2 Tage auf Gilie Trawangan, die größte der drei kleinen Gilie Inseln.
Und ich muss sagen, es ist paradiesisch hier! Weiße Strände, türkises und satt blaues Meer, keine Autos und Motorräder, kein Stress. Am liebsten würde ich hier länger bleiben...
Gestern morgen sind wir mit der Schnellfähre von Bali nach Gilie T gefahren. Ich habe mich zwischendurch in die Tür gesetzt und hatte somit einen schönen Blick auf das Meer und die Inseln. Mit einmal schwappte eine große Welle über das Boot und ich war total durchnässt. Die Crew hat sich auch total erschrocken und mich sofort ins Boot gezogen. Naja, es war eh richtig war und die Abkühlung kam eigentlich gerade recht.
Auf Gilie T angekommen, checkte ich in mein Hostel ein, dass gleich am Strand lag. Danach machte ich mich zu einem langen Spaziergang um die Insel auf. Zwischendurch erklomm ich noch den Berg und hatte damit einen wunderschönen Blick auf Lombok und die anderen beiden Gilie Inseln.
Zurück im Hostel angekommen, schnappte ich mir mein Buch und legte mich an den Strand und faulenzte nur. Das war prima.
Abends ging ich dann noch essen und dann später ins Irish Pub.
Auf dem Markt habe ich noch einen megaleckeren Eierkuchen gekauft, der eigentlich ein großer dicker Kuchen mit Füllung war.
Heute machte ich mich zu einer Schnorcheltour auf, denn ich hatte eigentlich nur noch ein Item auf meiner Liste der zusehenden Tiere: Schildkröten.
Mit einem Glasbodenboot ging es dann auch zu drei verschiedenen Stellen an allen Inseln. Auf Gilie Air haben wir Mittagspause gemacht, aber ich konnte mich nicht aufraffen, mir die Insel besser anzuschauen, deswegen blieb ich einfach am Strand.
Während des Schnorchelns habe ich wieder tausende verschiedene Fische gesehen, deren Namen ich nicht kenne und auch 2 große Schildkröten. Die Korallen hier sind auch viel verschiedener und bunter als in Thailand. Bei unserer letzten Schnorchelstation wurde uns noch Brot gegeben, damit wir die Fische füttern konnten. Dabei sollte man das Brot in der Hand lassen, damit die Fische nah an einen ran kommen. In der Tat war ich innerhalb kürzester Zeit von einem Fischschwarm vieler verschiedener Fische umringt, die alle mein Brot essen wollten. Das war schon ziemlich cool.
Wieder auf Gilie T suchte ich das Schildkröten Sanctuary, welches Schildkröten aufzieht und dann in der Freiheit aussetzt oder sich darum kümmert, dass Schildkröteneier geschützt bleiben etc.
In Wirklichkeit waren es nur 2 Becken, in denen ein paar Schildkröten rum schwammen.
Abends ging es noch ins Fischlokal und dann wieder zurück auf den Markt, Eierkuchen essen.




Glassbodenboot

Sonnenuntergang über Bali
Morgen gehts dann endlich richtig nach Bali und ich musste leider die erste Fähre, nämlich die um 7h, nehmen.

Samstag, 22. September 2012

4° in Indonesien sind möglich...

Die letzten Tage war ich auf Tour und verbrachte die meiste Zeit in einem Minibus.
Vorgestern ging es los und wir fuhren in Richtung Mount Bromo und übernachteten in einem deutschen Gasthaus mit ekelhaften Essen. Am nächsten Tag ging es schon um 3h30 aus den Federn, da wir auf die Aussichtsplattform fahren wollten, um den Sonnenaufgang über Mount Bromo, einem aktiven Vulkan, zu betrachten. Da es sehr kalt war, nämlich 4°C, mussten wir unsere dicksten Sachen anziehen.
Da wir nicht durch die dunklen Straßen laufen wollten, nahmen wir den Jeep und waren innerhalb 20 Minuten am Fuße des Berges angekommen. Wir mussten nur noch eine halbe Stunde den Berg hochlaufen und waren dann endlich auf der Aussichtsplattform. Genau rechtzeitig, denn die Sonne war schon auf aufgehen (sein). Auf der Aussichtsplattform selber war es ziemlich voll und viele Menschen drängten sich um den besten Platz, um da das beste Foto zu machen.
Der Sonnenaufgang war weniger spektakulär, der Blick war super. Wir hatten einen super Ausblick auf die vielen Berge und Vulkane in der Umgebung.
Nachdem wir unsere Fotos gemacht hatten, ging es zurück ins Hostel und gleich duschen, da der Weg sehr sehr staubig und sandig war.
Dann ging es in den Minibus und auf in Richtung Sempol, unserem nächsten Domizil für die Nacht. Abends kamen wir auch pünktlich zu einem großen und angenehmen Abendessen an.
Am nächsten Tag ging es um 5h in Richtung Ijen. Dort angekommen erwartete uns neben der bereits gewohnten Kälte und ziemlich steiler Berg und eine anderthalb stündige Wanderung auf den Gipfel.
Ijen ist sehr bekannt für seinen Schwefelabbau auf Java und seinen türkisen Vulkansee.
Neben uns liefen die Einheimischen, die den Schwefel aus den Vulkankrater an den Fuß des Berges brachten, damit der Schwefel weiter transportiert und verarbeitet werden kann. Teilweise trugen die Männer 80 Kilo und bekommen dafür maximal 6€ am Tag.
Nach einem beschwerlichen und rutschigen Abstieg ging es wieder in den Minibus und wir nahmen Fahrt in Richtung Bali auf.
Lange, lange ging die Fahrt, wir mussten mehrmals warten und in Ketapang, dem Fährort auf Java, mussten wir eine halbe Stunde auf einen Bus warten, der nicht kam. Dann sollten wir auf die Fähre laufen, weil eben kein Bus da war. Die Fährfahrt war angenehm, die folgende Busfahrt leider nicht. Wir brauchten für ca 120km mehr als 5h und auch in Denpasar angekommen, mussten wir uns ein Taxi organisieren, dass uns nach Patang Bai, unserem heutigen Ziel brachte. Gegen 11 sind wir hier endlich angekommen und mussten nur noch das Hostel suchen, was allerdings ein bisschen schwierig war, weil es gut versteckt ist.
Jetzt endlich sind wir aber da und können den Abend ausklingen lassen.

Impressionen der letzten Tage (chronologisch geordnet):




C'est moi





Dienstag, 18. September 2012

Tour D: Borobudur & Prambanan (No Sunrise) (9h)

Diese Tour stand also diesen Tag auf dem Programm.
Pünktlich um 4h klingelte unser Wecker und pünktlich um 5h ging es früh morgens los zu den Tempeln in der Umgebung. Viel habe ich von der Fahrt nicht mitbekommen, weil ich im Bus gleich eingeschlafen bin. Beim Borobudur angekommen, waren wir zum Glück nur wenige Touristen, die sich diesen Tempel anschauen wollten. Der Tempel hat auch gerade erst aufgemacht und somit hatten wir die meiste Zeit alles für uns allein. Die Sonne schien auch schon wunderschön und war noch nicht so heiß, sodass man sich alles in Ruhe anschauen konnte. Gegen 7h durften anscheinend auch die Einheimischen in die Tempelanlage, denn plötzlich waren wir von Schulkindern umringt, die uns in ein langes Gespräch über Deutschland, Essen, Filme, etc. wickelten.
Nachdem wir mit der Besichtigung fertig waren, ging es mit dem Bus weiter zum nächsten Tempel. Dieser war aber sehr klein und ich hatte keine Lust, Eintritt dafür zu bezahlen. Stattdessen gingen wir in das Kloster, welches gleich um die Ecke war. Das war meiner Meinung nach im Endeffekt viel schöner.
Dann ging es wieder in gewohnter Manier ab in den Bus und zur letzten Tempelanlage. Leider waren die meisten Tempel durch ein großes Erdbeben 2006 zerstört worden, sodass eigentlich -abgesehen vom Haupttempel- nur noch Ruinen zu sehen waren. Damit waren wir also dann auch relativ schnell durch.
Zurück in Yogya gab es einen kleinen Snack und dann ging es zum Vogelmarkt. Dafür mieteten wir uns ein Becak, eine Art Rikscha. Leider war unser Fahrer schon etwas älter und ächzte die ganze Zeit beim Fahren. Außerdem hatten wir den Eindruck, dass wir zu Fuß schneller wären und das uns der gute Mann gleich zusammenbrechen wird. Irgendwie hat er es dann aber doch geschafft, uns zum Vogelmarkt zu bringen.
Der Markt begrüßte uns mit vielen vielen Vogelkäfigen, vollgestopft mit Vögeln, Wellensittichen, Krähen, Hühner, Eulen, kleine und große Vögel. Dazu gab es an anderen Ständen Insekten jeglicher Art, Skorpione, Schlangen, Mäuse, Hamster, Kaninchen, Katzen- und Hundebabys und viele viele andere Tiere.
Im Endeffekt war es ein Zoofachgeschäft im Freien mit Konzentration auf Vögel.
Zurück im Hostel ging es erstmal in den wohlverdienten Pool. Danach gabs Essen und ein großes, leckeres Bintang.

Fotos, Fotos!

Pünktlich um um 24h geht das Internet nicht mehr und die Fotos wollten sich auch nicht mehr hochladen lassen.
Also hier, wie versprochen, Impressionen aus Java und Yogyakarta:







Montag, 17. September 2012

Yogya

Nun bin ich also 544km östlich durch Java gereist und befinde mich nun in Yogyakarta, oder kurz: Yogya.
Gestern ging mein Tag schon relativ früh los, mein Zug fuhr um halb 9 und ich musste schon um 8 am Bahnhof sein. Mein Ziel: Bandung und damit der Tangkuban Perahu, ein Vulkan. Leider ist dieser noch aktiv und seit einigen Tagen sogar so aktiv, dass die indonesische Regierung ein Besuchsverbot ausgesprochen hat. In Bandung angekommen, wurde mir aber versichert, dass der Park auf jeden Fall offen hat. Also bin ich mit einem Minibus in den nächsten Ort gefahren (was für 15km über eine Stunde gedauert hat, weil der Fahrer ständig anhalten musste und vermeintliche Mitfahrer einsteigen lassen wollte). Im Bus wurde mir von 4 verschiedenen Personen gleichzeitig erklärt, dass der Park zu hat und ich nicht reinkommen werde.
Also stieg ich in Lembang aus und sah mich dort um. Viel zu sehen gab es nicht und da es mittags war, ging ich in ein Restaurant und bestellte für 3€ die Spezialität des Hauses, das war also gebratene Ente mit Mangold, Reis, Tofu und Tempe (eine Art Sojabrot mit Bohnen).
Danach entdeckte ich noch eine christliche Kirche mit Superausblick, bevor ich mich auf den Rückweg nach Bandung machte, da mein Zug nach Yogya noch am gleichen Tag fahren sollte. Zum Glück bin ich früher zurück, als geplant. Denn dieses Mal standen wir ca. 2h im Stau. Dem Fahrer wurde das dann zwischendurch zu viel und er ist auf dem Bürgersteig die Straßen runter gefahren.
Den Zug noch erwischt, ging es dann also die nächsten 8 1/2h in Richtung Yogya.
Im Zug selber hatte ich also genügend Zeit mit meinem indonesischen Umfeld Kontakt aufzunehmen und mich mit Händen und Füßen zu verständigen.

Nachts kam ich in Yogya an und fuhr mit dem Taxi zum Hostel. Da ich kein Zimmer reserviert hatte (ich wurde durch die Züge in Thailand gelehrt, mit einer Verspätung von 4h zu rechnen; leider wurde ich in Indonesien eines besseren gelehrt, da kommen die Züge pünktlich an), legte ich mich auf die Bank und schlief, bis der Inhaber 3h später aufwachte und mich ins Zimmer ließ.
Nach einem kurzen, aber erholsamen Schlaf ging es nach einem Frühstück in die Stadt.
Yogya ist eine schöne, alte Stadt mit einem impressiven Palast, lauten und angenehmen Markt, sowie interessanten Batikläden und -werkstätten überall.
Abends ging es noch einmal raus Essen und auf ein Bier. Bintang heißt das hier und schmeckt wie Heineken - nicht ganz, wie mir die Holländerin gleich erklärte.

Anbei einige Impressionen aus der Stadt

Freitag, 14. September 2012

Jakarta - nichts für schwache Nerven

Heute stand also Jakarta auf dem Plan.
Eigentlich wollte ich zu der Isitiqlal, der größten Moschee in Indonesien. Aber ich habe mich ein bisschen verlaufen und endete am MONSA, dem Nationalmusum, das zu gleich das große Monument ist. Also entschied ich mich, lieber dahin zu gehen und dann auf den Turm zu fahren. Oben auf dem Turm angekommen, hatte ich einen schönen Blick auf die Stadt - wenn der Smog nicht wär. Man hatte also eine Sichtweite von ca. 200 Metern.
Nebenbei durfte ich auch für viele andere, indonesische Touristen Fotomodel spielen und wurde ständig fotografiert. Ich hatte also dann innerhalb kürzester Zeit viele Freunde gemacht.
Den Gang zur Isiqlal konnte ich mir sparen, da ich jedoch einen wunderschönen Blick auf die Moschee hatte. Da ich mir auch sicher bin, dass ich nicht rein gehen darf (da es schon fast 14h war und von 14-17 Uhr gebetet wird), ließ ich es sein und machte ich stattdessen mit dem Bus auf in die Altstadt.
Altstadt bedeutet in Jakarta 120 alte Gebäude (na Mensch) und eine Ansammlung von Museen. War also auch nicht so spektakulär. Ich traf auch eine Schulklasse, die mich ausfragte, was ich über Indonesien und Jakarta denke.
Danach wollte ich noch zum alten Fischmarkt und zum alten Hafen. Nach einer Weile bemerkte ich, dass ich die einzige Touristin und Frau in dem Gebiet war und die Männer mich die ganze Zeit freundliche grüßten. Deswegen machte ich eine kurze und enttäuschende Runde, da der Fischmarkt war nicht zu finden und der alte Hafen war ein einziges Gebäude inmitten von Containern. Also ging es zurück in die Altstadt, in der sich gerade ein Abendmarkt vorbereitete, bei dem man allerhand Kitsch kaufen konnte.
Danach ging es mit dem Bus zurück zum Hostel. Abends war ich mit den beiden deutschen Mädels aus dem Hostel noch etwas essen.

So, und warum mein ich, Jakarta ist nichts für schwache Nerven?
Jakarta zeichnet sich durch die vielen tausend Autos und Motorräder aus. Das bringt nicht nur Smog, sondern auch ein Verkehrschaos, was aber irgendwie noch ein System hat. Fußgänger gibt es in der Stadt weniger, was sich vor allem dadurch zeigt, dass es keine vorgesehenen Stellen gibt, an denen die Fußgänger über die teilweise 5-spurigen Straßen gehen. Deswegen muss man sich da durch zwingen und teilweise mitten auf der Straße warten, um dann schnell durch die vielen Motos und Autos zu schlüpfen.
Ansonsten ist man als westlicher Tourist immer ein Exot, der ständig angesprochen und fotografiert wird. Die Leute wollen ständig mit einem ins Gespräch kommen und fassen dich gerne an etc. Deswegen ist das nach einer Weile auch anstrengend.

Donnerstag, 13. September 2012

Auf in ein neues Land

Die letzten Tage waren sehr erholsam und faul. Wir haben nichts gemacht, sondern sind an die verschiedenen Strände von Sihanoukville gefahren oder gelaufen. An meinem letzten Tag regnete es, so dass wir ins Kino gegangen sind.
Abends wurde ich dann mit dem Nachtbus abgeholt, der aus halben Liegen und Sitzen bestand, was für mich sehr unbequem war, da ich kaum Platz für meine Beine hatte. Irgendwie konnte ich dann aber doch noch knappe 2 Stunden schlafen.
Natürlich kamen wir über pünktlich in Phnom Penh an und hatten ausnahmsweise keine Verspätung. Am Busstand fragte ich noch einmal nach, ob der Flughafen auf hat und man sich einfach reinsetzen kann. Ja, natürlich war die Antwort. Also fuhr ich mit dem letzten Bargeld, was ich noch hatte, zum Flughafen. In der Tat war er noch offen, jedoch nur noch für 10 Minuten. Der Securitymann erklärte mir, ich könnte nicht drin sitzen, weil er alle Türen zu macht. Ich soll bitte in ein Hostel gehen oder draußen warten. Ich erklärte ihm, dass ich als Frau bestimmt nicht draußen warte, aber er ließ sich nicht erweichen. Also setzte ich mir genau vor ihm vor das Fenster und lächelte ab und zu rein. Während meines Wartens machte ich Bekanntschaft mit einem Taxifahrer, der mich fragte, warum ich nicht in einem Hostel bin. Die Khmer wollten einfach nicht verstehen, dass es sich nicht lohnt ein Hostel für 3 Stunden zu nehmen. Ich hätte gegen 4 aufstehen müssen, damit ich mich in Ruhe fertig machen kann und dann zum Flughafen fahre, damit ich rechtzeitig einchecken kann. Ich sagte ihm, ich hätte kein Geld und keine Lust. Er meinte, er bringt mich hin und zahlt mir das Hostel. Ich hatte aber keine Lust mit ihm irgendwo hinzufahren und setzte mich dann weg und meinte, ich würde hier warten und lesen. Dann irgendwann ging er zum Glück.
Ich dachte, ich würde die einzige sein, aber zum Glück waren viele Mitarbeiter (die komischerweise rein und rausgehen konnten) am Flughafen und machten sauber, etc. sodass ich nicht alleine war. Später schaute ich noch einen Film. Gegen halb 6 machte ich mich dann auf zum Check In, nur um zu sehen, dass keiner da war. Also hieß es wieder warten.
Naja im Endeffekt hat alles geklappt und ich bin ins Flugzeug eingestiegen und habe die Augen zu gemacht und bin erst beim Landeanflug wieder aufgewacht.
In Kuala Lumpur musste ich durch die Zollkontrolle, um zu meinem Gepäck zu kommen. Sprich, ich habe ein Visum bekommen, nur damit ich das in wenigen Stunden verwirken kann. Ich versuchte, den früheren Flug zu bekommen, aber mir wurde gesagt, dass ich dann einen komplett neuen Flug buchen müsste. Also vertrödelte ich meine Zeit auf dem Flughafen, der sehr laut war. Viele Kinder, die ständig am Heulen oder Schreien waren, ständige Durchsagen, etc. Ich habe aber auf meinem Weg zum Terminal einen Laden gefunden, der getrocknete Früchte, Fisch und dazu noch Gummibärchen verkaufte, die man aber vorher probieren konnte. Also ging ich durch den Laden und bediente mich bei den Schälchen.
Der Flug nach Jakarta war unspektakulär.
In Jakarta angekommen, musste ich mir erst einmal ein Visum kaufen. Ich konnte einen Bus in die Stadt nehmen, der mich nur knapp 2€kostete. Während des Wartens traf ich zwei nette Herren, wovon mir der eine Herr die ganze Zeit von Jesus Christus erzählte und meinte, er wünschte sich, ich würde auch an Jesus glauben, damit wir uns im Himmel wieder sehen.
Die Busfahrt war interessant, weil ich schon einen kleinen Einblick in die Stadt bekam. Meiner Meinung nach ist Jakarta eine Mischung aus New York (modern, Hochhäuser, westlich) und Bangkok (arm, kleine Hütten, spartanisch) mit dem muslimischen Einschlag.
Das Hostel ist sehr schön, geräumig und groß, sauber.
Nun sitze ich am Frühstückstisch und bereite mich auf einen langen Spaziergang vor.
der Nachtbus

Skyline Jakarte (mit Smog)


Montag, 10. September 2012

Lazy days...

Das ist das Motto meines momentanen Aufenthalts in Sihanoukville.
Gestern habe ich den ganzen Tag nur am Strand verbracht und nichts gemacht, außer für den anstehenden TOEFL-Test gelernt.
Heute haben wir erst einen langen Strandspaziergang gemacht, weil wir den Otres-Strand sehen wollten, der weniger touristisch, aber dennoch wunderschön sein soll. Zwischen unserem "Heimat"-Strand und dem Otres-Strand gab es ein Stück, ohne Bars und Restaurants, dafür voller Schmutz und Dreck. Weniger schön.
Der Otres-Strand war wirklich sehr schön und sehr sehr ruhig. Dort lagen wir einfach auf Strandliegen und genossen den Tag. Da es sehr windig war und das Meer sehr aufgewühlt war, ging ich nicht ins Wasser (war ja gestern schon). Danach ging es zurück in unser neues Hostel.
Nun sitzen wir im Hostel und lassen den Abend ruhig ausklingen.


Nachtrag: Soeben noch einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachtet, den ich hier nicht vorenthalten will :)


Freitag, 7. September 2012

Kep - ein beschauliches Örtchen

Mein Tag startete früh, schon gegen 6 war ich wach, machte mich fertig für den Tag und wollte auschecken. Schlecht war nur, dass keiner an der Rezeption war, obwohl ich meinte, dass ich gegen 7 auschecken möchte. Glücklicherweise kamen dann doch die Mitarbeiter und ich konnte auschecken und zum Bus gehen. Dieser fuhr nicht, wie mir gesagt um 7h auch nicht um 7h30, sondern erst 7h45. Somit hatte ich genügend Zeit zum Frühstücken.
Die Busfahrt nach Kep war sehr sehr ruckelig. Die teilweise nicht vorhandenen Straßen waren, wenn dann doch irgwie vorhanden, mit Schlaglöchern überseht. Ich habe irgendwo auch einmal gelesen, dass Kambodscha Erfinder der Schlaglöcher ist, da es hier so viele gibt und sich keiner drum kümmert.
Ich dachte eigentlich, dass Kampot an Langerweile nicht zu unterbieten ist. Das stellte sich als falsch raus, Kep unterbietet das knallhart. Grund ist zum einen die Nebensaison, in der alles aufgefrischt und noch schnell für die Hauptsaison vorbereitet wird und zum anderen ist in Kep wirklich nichts los.
Also lief ich ein bisschen am Meer entlang und habe mich dann zum Lesen hingesetzt. Nach einer Weile kam ein, meiner Meinung nach, geistig Verwirrter und wollte mir irgendetwas mitteilen. Ich packte langsam meine Sachen, nahm ihm meine Spritedose aus der Hand und erklärte ihm, dass ich gerne allein hier weiterlesen möchte. Das hat er nicht wirklich verstanden, deswegen schenkte ich ihm meine Käsecracker und ging davon. Leider ging er den gleichen Weg, sodass ich ein paar Minuten warten musste. Da die Straße schnurgerade aus ging, drehte er sich immer wieder um und winkte mir. Freundlich winkte ich ihm immer wieder zurück.
Nach einer Weile kam ein Tuk Tukfahrer zu mir und fragte mich, was ich hier in Kep machte. Ich erklärte ihm, dass ich die Zeit genieße und nur rumlaufe. Da lachte er mich aus und meinte, hier wäre nix los. Deswegen machte ich dann mit ihm die Tour zu den Pfefferplantagen, da ich keine Ahnung hatte, wie Pfeffer vor seiner Zeit in der Mühle aussieht.
Nach einer anscheinend endlosen, holprigen Fahrt kamen wir endlich an. Und es war das Paradies.
Neben den vielen Pfefferpflanzen gab es viele, viele Mangobäume, Kiwibäume, Durianbäume, Taropflanzen und und und. Dazu gab es einen wunderschönen Ausblick auf das Tal.
Danach ging es zurück nach Kep, wo ich nur 30 Minuten auf den Bus warten musste.
Gerade rechtzeitig schaffte ich es nach Kampot und dann zum Hostel, nur um zu erfahren, dass mein Pick-Up schon 10 Minuten eher da war, normalerweise kommen die immer 10 Minuten zu spät.
Ich habe an der Rezeption nachgefragt und der Typ hat mir sehr unfreundlich erklärt, dass er nicht wusste, wer heute nach Sihanoukville fährt. Wundert mich, hatte ich bei ihm doch um 7h meinen Rucksack abgegeben und dazu gesagt, dass ich gegen 3 wieder da bin, weil ich dann nach Sihanoukville fahre. Anyway, ich durfte dann, natürlich nur gegen Bezahlung, bei der Firma anrufen und versuchte, alles zu klären. Nach einem weiteren Anruf, wurde mir gesagt, dass ich gleich abgeholt wurde und irgendetwas mit Planänderung.
In der Tat wurde ich nicht zu einem Bus, sondern einem Taxi gebracht. Nach endlosem Warten fuhren wir auch irgendwann los. Und es wurde eng, sehr eng. Rekord auf der Fahrt waren 10 Personen in dem Auto. 4 Erwachsene saßen vorne und ich saß mit 3 Erwachsenen und 2 Kindern hinten. Zum Glück saß ich am Fenster. Trotzdem war es unbequem. Interessant war auch das Motorrad im Kofferraum.
Aber hat ja alles prima gepasst und nach keine Ahnung wie vielen Stunden waren wir auch schon in Sihanoukville.
Von der Taxistation musste ich noch ein Mototaxi zum Hostel nehmen.
Im Hotel angekommen, wurde mir gesagt, dass ich der allererste Gast bin und dafür ein Frühstück bekomme. Außerdem wurde ich zu der Eröffnungsfeier eingeladen. Im Endeffekt hieß das für mich Open Bar und Buffet. Alles hat sehr sehr lecker geschmeckt, wobei ich bei den meisten Sachen nicht weiß, was ich gegessen habe. Bei dem einen wurde mir gesagt, dass ich Nudeln mit frischen Gemüse mit einer Art Fischsuppe essen soll. Hat auch gut geschmeckt. Insgesamt habe ich 3 Portionen verdrückt :)
Das Zimmer ist auch sehr schön, Bad wohl etwas klein, aber dafür sind wir hier nah am Strand und bezahlen einen guten Preis.
Morgen kommt die Australierin nach und dann habe ich auch wieder Kompanie.
Impression von Kep

Jetzt weiß ich, wo ich hin muss, wenn ich dahin soll, wo der Pfeffer wächst


Mangobäume, überall waren Mangobäume

Donnerstag, 6. September 2012

Was macht man, wenn einem langweilig ist? Richtig, man isst...

Nach einer gestrigen (versprochenen) 10h Busfahrt, die sich dann doch nur um 2h hinausgezögert hat, bin ich aus Siem Reap am Abend in Kampot angekommen.
Mir wurde die Stadt von allen als eine ruhige, beschauliche Stadt, die jedoch sehr schön anzuschauen ist, beschrieben, deswegen war ich neugierig und voller Vorfreude. Abends saß ich noch ein bisschen im Hostel, dass seine 2$ wirklich wert ist: kaputte Tischdecke, Kaschemme durch und durch, kleine Portionen zu überteuerten Preisen, Ratten im Garten und statt der versprochenen 3 Betten im Dorm sinds doch nur 14 (lediglich nur 1 belegt) mit 2 Lampen und ohne Steckdosen, WC und Duschen (kalt!) über den Hof weg. Hurra. Aber naja, ich bin ja nur zum Schlafen hier.
In der Nacht regnete es bis heute gegen 12, weswegen ich erst einmal in Ruhe ausgeschlafen habe und mich dann in Ruhe tagfertig gemacht habe.
Danach ging ich erstmal auf die Suche nach einem geeigneten Ort zum Frühstücken. Eigentlich wollte ich in ein spezielles Bistro, dass von tauben Menschen geführt wird. Dies ließ sich allerdings überhaupt nicht finden, sodass ich in einem anderen Bistro mein Frühstück gegen halb 2 einnahm. Es gab Bananen in einem Ei-Müslimantel gebratenen mit Nutella und Eis. Dazu ein leckerer Fruchtshake. Nach einer Weile-
Huch, da ist mir wohl eben ne Ratte durch die Beine gelaufen, während ich hier schreibe... Mmmhh... zum Glück bin ich hier morgen weg!
- gönnte ich mir noch den leckeren Cashew-Kuchen. Sehr lecker.
Bei meiner Suche hatte ich schon einen kleinen Einblick in das Leben der Stadt bekommen. Ich habe das Gefühl, die Menschen habe nicht viel zu tun. Die meisten sitzen vor ihrem Haus und schauen auf die Straßen, wo nichts los ist. Während die Häuser hier wirklich wunderschön sind, leiden die Straßen. Es gibt keine geteerten Straßen, keine Straßenlampen, keine richtigen Leitungen etc. Kambodscha extrem ;)
Der alte Markt entpuppte sich dann als eine Baustelle. Er wird gerade moderner gestaltet. Dementsprechend war da auch nichts los.
Bei Google konnte ich zum Glück den anderen Markt finden und lief dann da hin. Märkte sind wenigstens interessant und lassen ein bisschen Zeit vergehen. Der Markt war anders als die bisher besuchten. Alles war mit Planen verhangen, die durch das Regenwasser ziemlich tief hingen und ich mich ducken musste, damit ich an den Ständen vorbei gehen konnte.
Der Essensmarkt war genauso wie die anderen: Früchte, Gemüse, Fisch, viiiiiel Fisch, Fleisch etc. Auf der anderen Seite gab es Sachen für den täglichen Gebrauch. Klamottenläden und Supermärkte, sowie Drogerien gibt es in Kambodscha nicht so wirklich. Das kauft man auf dem Markt.
Ziemlich bald war ich durch den Markt durch und lief noch ein bisschen durch die Straßen.
Danach holte ich noch mein Ticket nach Sihanoukville, dem schönsten Strandort in ganz Kambodscha.
Danach verspürte ich ein leichtes Hüngerchen, dass ich mich also wieder in ein Restaurant begab und ein ausführliches Abendbrot hatte - Garlic Bread, Loc Lac und Ice Tea. Wer hätte gedacht, dass ich ein ganzes Knoblauchbaguette bekomme... Naja, ich nahm mir also viel Zeit mit dem Essen, was sehr lecker war. Danach ging es im dunkeln zurück ins Hostel. Sehr angenehm...

Anbei wieder einige wenige Impressionen aus Kampot:





Dienstag, 4. September 2012

Angkor Wat, zum Zweiten

Mit dem Sonnenaufgang wurde das heute nun leider doch nichts, da es die ganze Nacht hindurch nur geregnet hat und auch am Morgen keine Besserung in Sicht war. Also konnten wir in Ruhe ausschlafen, da für heute sonst nichts weiter geplant war. Für mich hieß das, dass ich seit 9Uhr wach war und nicht wusste, was ich machen sollte bzw. was die anderen eventuell geplant haben.
Ich entschied mich dann in Ruhe Frühstücken zu gehen und als die anderen zum einen wach geworden sind und dann zum anderen gehört haben, wo ich frühstücken gehen wollte, waren alle dabei.
Zum Frühstück gab es dann alle gefüllte Pita mit Hoummous, Falafel und Salat. Super lecker.
Danach machten wir uns auf, um noch einmal die Tempel zu sehen bzw. der Schotte aus meinem Zimmer war noch nicht da. Da wir zu 4. waren, entschieden wir uns, ein Tuk Tuk zu nehmen, da es für uns alle nur 5$ kostet. Da es zwischendurch auch immer wieder regnete, war das die beste Lösung.
Im Endeffekt war es die gleiche Route, die ich gestern gemacht hatte, allerdings gibt es bei den Tempeln so viel zu sehen und zu entdecken, dass ich heute wieder ein paar neue Ecken gefunden habe. Außerdem ist es auch schön, mit anderen langzulaufen, weil man dadurch einen anderen Weg geht und damit wieder etwas sieht, das man vorher nicht gesehen hat.
Unser Tuk Tukfahrer fuhr uns zudem noch zu einem kleinen Tempel, bei dem ich auch noch nicht war.
Nach 4 1/2h waren wir wieder im Hostel und ich tätigte noch einige Souvenireinkäufe.
Danach ging es zurück ins Hostel, wo wir alle unsere Weiterfahrt und nächsten Aufenthalte planten, da wir lustigerweise morgen alle abreisen. Während die meisten von uns nach Phnom Penh fahren, geht es für einige nach Thailand oder in den Süden von Kambodscha (meine Wenigkeit).
Ich freue mich also auf eine 11h lange Busfahrt am morgigen Tag!

Montag, 3. September 2012

Angkor What? Angkor Wat!

Gestern war ein lazy day angesagt und auch das Wetter spielte nicht so richtig mit. Deswegen gab es ein spätes und ruhiges Frühstück in der Stadt zusammen mit einem kleinen Spaziergang. Danach ging es wieder zurück ins Hostel, weil die Stadt sonst nicht so viel zu bieten hat.
Abends gingen wir dann in ein Restaurant und bestellten Khmer BBQ, was ziemlich typisch für Kambodscha ist. Das Fleisch wird frisch an den Tisch gebracht und dann auf einem speziellen Grill zubereitet.  Dieser war auch so ausgerichtet, dass nebenbei mit dem frischen Gemüse und einer Brühe eine leckere Suppe gekocht wird. Dazu gab es noch frische Nudeln und Reis. Als Fleisch wird normalerweise Huhn, Schwein, Rind, Shrimp, Fisch, Krokodil, Schlange und Frosch gereicht. Wir entschieden uns gegen Schlange und Frosch. Das BBQ hat Spaß gemacht und war, trotz der kleinen Portionen (wir hatten das BBQ für 3 Personen, waren aber zu 4.) füllend. Danach ging es noch in eine Bar, englischen Fußball schauen.
In der Nacht ging es uns allen nicht so gut und wir mussten alle mehrmals ins Bad und uns das Essen durch den Kopf gehen lassen. Da es uns allen nicht gut ging, schlossen wir, dass es an dem Essen gelegen haben muss.
Am nächsten Morgen ging es mir schon besser und nach einem kleinen Frühstück entschied ich mich, zu den Tempeln zu fahren. Ich packte also meine Sachen, lieh mir ein Fahrrad und schon ging es los zu einer schönen Fahrradtour.
Als erstes war natürlich Angkor Wat dran. Da fuhren die meisten Touristen hin und dementsprechend war der Tempel gut gefüllt. Das schöne an den Tempelanlagen ist, dass man sich größtenteils freibewegen kann und alles in Ruhe erkunden kann.
Nach einem langen Spaziergang durch Angkor Wat ging es dann mit dem Fahrrad weiter zum nächsten Tempel. Es gibt allerdings so viele Tempel auf einem kleinen Raum, sodass man sich für wenige entscheiden muss. Ich machte also im Endeffekt eine große Runde mit dem Fahrrad und versuchte dabei, den To Prohm Tempel, bekannt aus beispielsweise Tomb Raider, vor dem Schließen der Tempel zu erreichen.
Alle Tempel waren superinteressant und es hat Spaß gemacht, sich alles in Ruhe anzuschauen und zu entdecken.
Gegen halb 6 schließen die Tempel bzw. muss man nach Hause gehen. Da es hier gegen 7 dunkel wird bzw schon recht dunkel ist und ich kein Licht am Fahrrad hatte, wollte ich schnell nach Hause fahren. Die 10 KM waren schon ein bisschen anstrengend zu fahren, aber nach ca 25 Minuten konnte ich geschafft, aber glücklich das Fahrrad wieder abgeben.
Danach gingen wir alle gemeinsam Pizza essen, weil uns das europäische Essen doch ein bisschen fehlt.
Wieder im Hostel haben wir Tomb Raider geschaut und gesehen, wie viel die im Film geändert und an Effekten hinzugefügt haben.
äangkor Wat



To Prohm


Alle sind relativ früh ins Bett gegangen, weil wir morgen den Sonnenaufgang und Angkor Wat anschauen möchten und dafür schon um 5Uhr aufstehen müssen.

Samstag, 1. September 2012

Siem Reap

Gestern ging es nun also mit dem Bus von Phnom Penh ca 400km nördlich nach Siem Reap.
Früh wurde ich von einem Tuk Tuk abgeholt und zum Bus gebracht. Der Bus, der mir als modern und neu verkauft wurde, war in der Tat bestimmt schon 15 Jahre jung. Naja, für die billigste Preisklasse kann man nix erwarten.
Kaum saß ich, saßen 2 kleine Mädchen neben mir, die unbedingt neben mir sitzen wollten und garnicht zu ihren Eltern zurück wollten. Nach einer Weile Gerangel schafften es der Bruder und der Vater doch, die beiden nach vorne zu setzen. Das war besser für mich, so hatte ich 2 unbequeme Sitze für mich.
Busfahren in Kambodscha kann man sich folgendermaßen vorstellen:
Straßen mit vielen Schlaglöchern lassen den Bus gerne auf und ab hüpfen, Autobahnen gibt es anscheinend nicht oder der Bus hat diese geschickt umfahren, sobald alle sitzen wird die Karaokemaschine angeworfen und die Mitfahrer werden die ganze Zeit mit khmer Musik bedudelt (die meistens von Herzschmerz und Trennung handelt), westliche Glanzmusik, wie etwa Sarah Connor wurden schnell übersprungen. Anfangs waren die Mitfahrer zum Glück etwas müde und zurückhaltend, aber später wurde fleißig mitgesungen. Lustigerweise sangen die Frauen nur bei den Liedern mit weiblichen Sängern mit und die Männer bei Liedern mit männlichen Sängern... Wenn der Bus irgendwo hielt, rannten 5 oder 6 Tuk Tuk Fahrer zum Eingang und kämpften um Fahrgäste. Alle 1,5h musste der Bus irgendwo halten und alle stiegen aus und kauften sich etwas zu essen. Damit schließe ich auf die Theorie, dass die Khmer ohne Essen nicht können.
typischer Blick aus dem Bus

Überall Teichrosen, überall
Allerdings war es schön, den Ausblick zu genießen und die vielen grünen Reisfelder und freilaufenden Kühe zu sehen. Nach 6,5h bin ich dann auch in Siem Reap angekommen und wurde von dem Tuk Tukfahrer des Hostels abgeholt. Im Hostel angekommen, packte ich meine Sachen ins Zimmer und schaute mir dann die Stadt an. Diese ist eine reine Touristenattraktion, viele Märkte mit Souvenirs und Klamotten, Bars und Restaurants, mehr gibt es hier nicht zu sehen. Überall wird man angesprochen, ob man etwas kaufen möchte und dass gerade dieser Laden die niedrigsten Preise zur besten Qualität bietet.
Danach wartete ich im Hostel auf die Australierin und dann gingen wir gemeinsam zum Nachtmarkt und dann etwas Essen. Danach ging es noch in die Pubstreet, wo wir lustigerweise alle anderen aus unserem Hostel trafen.
Heute geht es mit dem Fahrrad die ersten Tempel anschauen, wenn es sich die beiden Amerikanerinnen nicht anders überlegt haben.