Freitag, 31. August 2012

Geschichte Grundkurs

Heute standen alle Touristenattraktionen auf dem Plan, die ich gestern noch nicht besucht habe. Das hieß im Allgemeinen: Killing Fields, S-21 und den Königspalast besuchen.
Kaum bin ich aus dem Haus getreten, ergab sich wieder folgendes Spiel: die Tuk Tukfahrer sprechen einen an, ob man irgendwo hin will und versuchen dich zu überreden, dass du unbedingt mit denen mitfahren musst.
Dieser Tuk Tukfahrer war sehr hartnäckig. Ich schaffte es immerhin, den Preis von 15$ auf 10$ zu senken und dabei noch einen Zwischenstopp bei einer Bäckerei zu fordern. Danach ging es auch schon los.
Für ca. 1€ holte ich mir diverse Gebäckteilchen beim Bäcker, ein weiterer Indiz für die französische Besetzung von Kambodscha. Die Häuser haben einen französischen Baustil, die Straßen tragen französische Namen und überall gibt es Baguette.
Vielleicht sollte an dieser Stelle ein kleiner Geschichtsexkurs für die Unwissenden, bevor ich weiter erzähle, was ich heute gesehen habe.
Kambodscha hat schon einige Höhen und Tiefen hinter sich: französische Besatzung, Vietnamkrieg, Kriege mit Thailand etc.
Da es zu sehr ausufern würde, wenn ich jetzt die ganze Geschichte von Kambodscha schreibe, versuche ich es kurz zu fassen:
In den 1950ern hat sich die Rote Khmer, die kommunistische Partei von Kambodscha gegründet und wurde in den 1975 stärker, da sie in diesem Jahr Phnom Penh einnahmen. In Folge dessen musste der König abdanken und wurde unter Hausarrest gestellt. Pol Pot wurde der neue Anführer. Seine Idee war es, die bestehende Gesellschaft in Kambodscha zu ändern. In Folge dessen wurden alle Menschen aus Phnom Penh rausgejagt und mussten dann auf dem Lande arbeiten, wo es wenig Essen und Trinken gab. Weiterhin wurden Intellektuelle nicht gedulden und wurden ins Gefängnis gebracht und dann umgebracht. Gleiches galt auch für Menschen, die verdächtig waren und gefährlich für das Regime sein könnten. Da reichte dann auch eine kleine Mitteilung von einem Nachbarn und schon wurde ein Unschuldiger verurteilt. Die meisten Verurteilten kamen dann zu den sogenannten Killing Fields, in dem ihr Leben ein klägliches Ende nahm.
Ich war heute zunächst bei dem Killing Fields von Phnom Penh. Heute sind die Hütten nicht mehr zu sehen, dafür gibt es einen großen Mahnturm, der mit vielen Schädeln und Knochen der Verstorbenen gefüllt ist. Die Gräber sind heute nur noch Gruben im Boden, da sie die meisten ausgehoben haben. Allerdings sieht man überall auf dem Boden noch Knochen und Kleidungsstücke, da der Regen diese aus der Erde nach oben schwemmen lässt. Am schlimmsten fand ich einen Baum, der zum Töten der Babies und Kleinkinder genommen wurde. Die Khmer hat auch keine Waffen zum Töten genutzt, da sie zu teuer sind, sondern Farmutensilien. Schlimmer fand ich dann jedoch noch ein Bild, dass ich im Museum gesehen habe, auf dem ein Soldat ein Kind in die Luft warf und der andere zielte.

Mahnturm bei den Killing Fields

Danach ging es zu dem Gefängnis, in dem die Menschen gefangen genommen, gefoltert und verurteilt wurden. Man konnte die Zellen besichtigen und mit Hilfe von vielen Fotos und Wandtafeln wurde einem alles detailliert geschildert. Außerdem gab es viele Augenzeugen berichte. Demnach waren die Leute froh, als die Khmer Phnom Penh einnahm, da sie dachten, dass der Vietnamkrieg vorbei ist. Außerdem konnte man noch lesen, wie das Leben im Gefängnis war.
Am Ende habe ich noch einen Überlebenden getroffen, der mir sein Buch verkaufen wollte. Ich hatte allerdings keins genommen, da hat er dann ganz traurig weggeschaut.
Als nächstes ließ ich mich von meinem Tuk Tukfahrer am Königspalat absetzen. Da ist es mit den bettelnden Kindern am schlimmsten. Sobald man ein bisschen rumläuft, kommen sie und wollen dir Wasser, Bücher oder Armbänder verkaufen. So erging es mir natürlich auch wieder. Aber es ist eine gute Strategie, alle auf später zu vertrösten. Zunächst wollte ich auch noch mein Busticket für morgen kaufen, da es morgen weiter nach Siam Reap geht. Für einen relativ guten Preis habe ich sogar noch eins bekommen und fahre morgen früh los.
Danach ging es zurück zum Palast, welcher jedoch noch geschlossen hatte. Natürlich machte ich gleich wieder Freundschaft mit den Straßenkindern. Es ist allerdings sehr erstaunlich, wie gut sie alle Englisch sprechen können und mit einem diskutieren können.
Der Palast ist, wie doch eigentlich von den asiatischen Gebäuden gewohnt, sehr pompös und meiner Meinung nach wieder wunderschön. Ich habe zudem noch die silberne Pagoda gesehen, die den Smaragdbuddha beherbergt. Der König war leider nicht da.




Silberne Pagoda
Danach habe ich einen langen Spaziergang zurück zum Hostel gemacht und bin gleich in den Pool gesprungen und habe einige Runden gedreht.
Zum Abendbrot bin ich zu einem Straßenstand um die Ecke gegangen. Leider konnte mir keiner erklären, was die einzelnen Gerichte in den Pfannen sind, deswegen habe ich zwei probiert. Das eine war Hühnerknochen mit Spinat, Erdnüsse und Spinat (denke ich) und das andere waren nicht Nudeln, sondern geraspelter Ingwer mit Huhn (ohne Knochen; weiß ich). Zum Glück war alles auch sehr schön scharf, sodass mir der Mund gleich nach dem 2. oder 3. Bissen brannte und ich kaum noch etwas schmeckte.
Bei der Bezahlung hatte ich dann auf einmal eine neue Mama. Die Mutter der Familie wollte mich garnicht gehen lassen und war ganz erstaunt, wie groß ich bin und wie weiß meine Haut ist. Sie hat mir dann die ganze Zeit die Schultern massiert und sich an mich geklammert. Ich habe leider nicht verstanden, was sie gesagt hat, aber Lachen und Lächeln reichen ja auch zur Kommunikation.
Danach habe ich bei einer alten Frau noch Waffelröllchen mit schwarzem Sesam gekauft, sehr lecker.



Nun sitze ich wieder im Hostel, schaue Film, höre dazu unpassende Musik und ruhe mich aus.

Donnerstag, 30. August 2012

Phnom Penh

Nach einem gutverdienten und tiefen Schlaf bin ich heute morgen mal wieder früh aufgewacht, halb 9. Da ich in der Nacht noch eine Australierin getroffen hatte und mit ihr ausgemacht habe, dass wir zusammen einen Spaziergang durch Phnom Penh machten, wartete ich auf sie und hatte ein langes Frühstück im Hostel.
Unser erster Stopp war der Central Market, gleich in der Nähe vom Hostel. Von außen sah er schon ziemlich distinktiv aus und innen gab es den bekannten Touristenkitsch zu kaufen.

Der zentrale Markt, im Art Deco-Stil


Ich war schon ein bisschen enttäuscht, dass nur Schmuck, Uhren und alles andere angeboten wurde, aber nichts, was einem ordentlichen Markt in meinem Sinne entsprach. Aber nachdem wir uns durch die verschiedenen Stände geschlängelt hatten, sahen wir endlich den Essensmarkt. Und das war wirklich etwas ganz anderes als der Aachener Wochenmarkt. Klar gab es Obst und Gemüse, aber:
Los ging es mit Frauen, die Snacks verkauften. Diese entpuppten sich entweder als Mangos mit Chilisauce oder aber große Schüsseln mit frittierten Insekten. Man hatte eine große Auswahl: Grillen, Maden oder Schaben, für jeden Geschmack etwas dabei. Eine Frau verkaufte dicke, fette Spinnen, die gerade eine Japanerin kaufte. Sie bot uns an, die Spinne zu probieren, aber da war ich dann doch zu angeekelt und bin lieber weiter gegangen.

Hunger, irgendjemand?


Dafür habe ich mir am nächsten Stand einen Kuchen gekauft, der überall angeboten wurde. Im Endeffekt war es aber nur ein Biskuitkuchen, trotzdem lecker und trotzdem besser als die Spinne. Weiter auf dem Markt kamen wir an den Ständen vorbei, an denen es warme Mahlzeiten gab. Meistens war das gegrillter Tintenfisch oder Scampispieße. Als wir weitergingen sahen wir noch viele kleine Snacks in Bananenblätter eingerollt, gekochte oder frittierte Frühlingsrollen, kambodianische Sweets, Froschschenkel und und und.

Na Gertimaus, das ist doch was für dich, oder? ;)


Als wir weitergingen kamen wir zum Frischfleisch-Markt. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Hühner, die gekauft wurden, lebten noch und wurden von dem Käufer ausgesucht, dann entsprechend kochfertig vorbereitet. Gleiches galt auch für die vielen vielen Fischstände. Überall lebten die Fische, Krabben, Muscheln noch und wurden dann fachmännisch und schnell verkaufsfertig abgepackt.

Fish Heaven, Parents, you'd love it here!
heute gibt es Huhn!


Nach dem Markt gingen wir weiter und kamen dann schließlich beim Unabhängigkeitsdenkmal, bei dem wir dann zum Palast abbogen.

links: Das Unabhängigkeitsmonument




Aufgrund meiner falschen Kleidung (nämlich in Tops und Shorts viel zu freizügig) durfte ich nicht in den Palast, aber das ist nicht schlimm, da ich das eh morgen machen wollte. Aber ein bisschen gelunst habe ich schon, doch leider nicht viel gesehen.

Das Nationalmuseum
Anne & der Palast


Danach ging es am Fluss entlang zu einem Straßencafe, wo wir einen kleinen Snack hatten. Danach ging es am Fluss entlang in Richtung Hostel zurück, da es schon später Nachmittag wurde. Man sollte als Tourist in Phnom Penh auch nicht nachts bzw. im Dunkeln alleine nach Hause gehen, da man gerne überfallen wird. Dementsprechend wollten wir langsam aber sicher wieder zurück zum Hostel.
Am Flussufer sahen wir auch ein öffentliches Gebet oder eine öffentliche Zelebration von Mönchen.
Wir bogen dann noch ein eine Nebenstraße ab und besuchten noch einen kleinen Markt, der nur von Einheimischen benutzt wurde und keine weiteren Touristen zu sehen waren. Die meisten Stände verkauften wieder Froschschenkel und es war interessant zu sehen, wie schnell aus einem Frosch zubereitungsfertige Froschschenkel wurden. Ein Kind trennte die Beine vom Körper, 2 Kinder zogen die Haut über die Beine und fertig.
Ich kaufte dann noch einige Mangoteens, eine Art Litschi und weiter ging es.
Am Straßenrand laufen in Phnom Penh viele Kinder rum, die einem Armbänder, Bücher oder Tücher verkaufen wollen. Dabei sind sie sehr hartnäckig und wollen einen garnicht mehr gehen lassen. Sie probieren es dann auch, indem sie mit einem Schnick-Schnack-Schnuck spielen und der Verlierer ein Armband kaufen muss. Ich lehnte mehrmals ab und plötzlich sah der eine kleine Junge die Mangoteens in meiner Hand und meinte, er hätte lieber die Früchte. Ich meinte, wenn er "Bitte" sagt, bekommt er eventuell eine. Natürlich sagte er schnell "Bitte" und bekam eine Mangoteen. Sein kleiner Bruder war natürlich auch zur Stelle und für ihn gabs auch noch eine Frucht. Es war schön zu sehen, wie sehr sich die beiden über die kleine Frucht, die mich im halben Kilo und damit mit 10 Stück 55 Cent gekostet hat, gefreut haben.
Unser letzter Stop war Wat Phnom, der mit 27m höchste Punkt in Phnom Penh. Ich entschied mich gegen die 1$ Gebühr und bin nicht hochgelaufen. Man hätte eh nicht viel gesehen.
Deswegen ging es schnell weiter.


Anne & Wat Phnom
Im Hostel angekommen, haben wir schnell unsere Bikinis angezogen und sind in den Hostelpool gesprungen und sind ein bisschen rumgeschwommen.
Zu guter letzt an diesem Tag sind wir dann noch zu einem kleinen Restaurant gegangen und haben typisch Khmer gegessen. Das hieß meine Spare Ribs Sweet & Sour waren in Stückchen gehackte Spare Ribs zusammen mit Gemüse in Sauce. War sehr lecker, jedoch sehr knochig.

Mittwoch, 29. August 2012

Sawatdee Thailand, Sua S'dei Cambodia!

Puh, nun bin ich endlich in Phnom Penh angekommen und habe mich soweit schon eingerichtet.
Aber mal wieder der Reihe nach.
Vorgestern wollte ich eigentlich eine Bootstour mitmachen. Nachdem mir aber erklärt wurde, dass man die als einzelne Person nicht mitmachen durfte, aber keine weiteren Erklärungen folgten und ich dann auch gesehen habe, dass ich mindestens 1 Stunde hätte hinlaufen müssen, habe ich diesen Plan verworfen. Stattdessen nahm ich mir vor, zum Bahnhof zu laufen und mein Ticket für den Nachtzug zu kaufen. Danach bin ich noch zum Tesco Superstore gelaufen, um meine letzten Mitbringsel zu besorgen. Insgesamt bin ich ca 14km wieder gelaufen. Wieder unvorstellbar für die Thais, die ja ihre Motos lieben.
Abends ging es noch einmal etwas essen, dieses Mal typisch für die Region: scharfes Curry mit Hähnchen und Nudeln und oben drauf frittierte Nudeln. Sehr lecker, aber sehr sehr scharf. Danach ging es noch ein letztes Mal auf den Nachtmarkt.
Am nächsten Tag checkte ich früh aus und ging dann noch ein bisschen durch die Stadt, um die Zeit rum zu kriegen. Beim Mittagessen traf ich die Frau aus dem Hostel wieder, die meinte, ich könnte auch bei ihnen auf meinen Abfahrt warten. Also bin ich mit zurück ins Hostel und habe dann Filme geschaut.
Am späteren Nachmittag machte ich mich dann zum Bahnhof auf und es war wie verhext. Wurde ich sonst immer von Tuk Tuks angehupt, war dieses Mal von ihnen keine Spur. Nach 10 Minuten laufen, hatte ich Glück und ein Taxi hat mich (sogar noch sehr billig) mitgenommen. Am Bahnhof kaufte ich mir noch ein letztes Mal Pad Thai und dann ging es auch schon los.
Das klingt jetzt optimistischer, als es war. Im Endeffekt war die als 15h angepriesene Zugfahrt 19 Stunden lang. Auf einer Strecke von knapp 750km ist der Zug also im Schnitt 39km/h gefahren. Grund dafür war, dass der Zug, nachdem er einmal Fahrt aufgenommen hat, wieder bremste und dann mitten in der Prärie stehenblieb. Grund hierfür war manchmal ein anderer Zug, der an unserem vorbeifahren musste. Doch meistens gab es keinen ersichtlichen Grund. Im Zug selber traf ich eine Deutsche, mit der ich mich unterwegs gut unterhalten habe.Sie meinte, sie wusste, dass der Zug Verspätung haben wird, weil man ihr das schon gesagt hat. Mir wäre es ja eigentlich auch egal, hätte ich heute nachmittag nicht noch einen Flug bekommen müssen. Wie auch immer, nachdem wir die letzten 5km in 30 Minuten geschafft hatten, wollte ich in den Expressbus zum Flughafen steigen. Problem war nur, dass es diesen anscheinend nicht mehr gibt. Deswegen musste ich schnell mit einem Taxi zu einem anderen Bahnhof fahren und von dort den Skytrain zum Flughafen nehmen. Meine Angst, dass der Taxifahrer zum falschen Bahnhof fährt (was schon vorgekommen ist), war unbegründet und ich war dann pünktlich 2h vorm Abflug am Flughafen. Dann noch fix den Rucksack eingecheckt, sich nicht von dem Gerücht einschüchtern lassen, dass Arbeiter am Flughafen Drogen in den Rucksack stecken und man seinen Rucksack also besser in Folie einwickeln soll und durch den Securitycheck durch und dann war ich fertig.
Zur Feier des Tages habe ich mir ein Burger King Menü gegönnt.
Danach wollte ich noch mein restliches Thailändisches Geld umtauschen lassen und habe sogar 3$ dafür bekommen. In Kambodscha bezahlt man das meiste nämlich in Dollar und bekommt dafür dann Riel wieder. Oder man bezahlt in Riel. Hostels, Taxis etc. werden aber in Dollar bezahlt.
Schon durften wir auch ins Flugzeug einsteigen, indem ich mich nur noch anschnallte und dann sofort eingeschlafen bin. Nach einer kurzen Stunde waren wir dann auch schon in Phnom Penh.
Mit dem Tuk Tuk ging es dann zum Hostel.
Das Hostel ist bisher sehr schön, großer Bereich im Erdgeschoss mit großer Bar, TV, Billardtisch und einem Pool. Das Zimmer ist auch geräumig und beherbergt 6 Betten, sowie ein privates WC/Bad.
Eben war ich noch mit einer Zimmermitbewohnerin essen, Sandwich mit einem Matsch aus Fisch und Schwein (so hats zumindest geschmeckt) mit Sauerkraut, Gurken und Tofu. Als Nachtisch gönnte ich mir noch verschiedenen süßen Matsch vom Nachbarstand. Im Endeffekt war es süße Maissuppe mit salziger Kokosnussmilch und einem Eierpudding.
Nun sitz ich hier in der Lounge im Erdgeschoss mit einem kühlen kambodianischen Bier (lecker) und lasse den Tag ausklingen.
Prost!

Sonntag, 26. August 2012

Kochen wie ein Profi

Heute habe ich erst einmal ausgeschlafen. Nachdem ich die letzten Nächte nicht viel Schlaf bekommen habe, habe ich mir das heute auch mal verdient. Es stand ja eh nix weiter an, nur um 16h hungrig zum Kochkurs zu gehen.
So habe ich dann also einen sehr faulen Vormittag verbracht, in Ruhe gefrühstückt, Wäsche gewaschen und gewartet.
Pünktlich wie die Maurer kam der Koch, um mich und die anderen Mitesser abzuholen. Insgesamt waren wir nur 4 Personen, 2 aus England, 1 Australier und ich, als wir uns gemeinsam zum Markt aufmachten. Dort erklärte uns Perm, unser Koch, was man so beim Einkaufen beachten sollte und welche verschiedenen Kräuter im allgemeinen Thai-Topf landen. Er erklärte uns auch die Unterschiede beim Kaufen von Ingwer oder Kokosnüssen etc. Danach ging es ab in die Küche. Vorher mussten wir natürlich noch in seinen Garten und uns mit Chilischoten, Zitronengras, Auberginen und diversen Kräutern eindecken.
Danach ging es ab an den Herd. Zunächst gab es eine kleine Einführung.
Schon vor dem Marktbesuch mussten wir uns die Gerichte auswählen, die wir kochen wollten. Dabei hatten wir die Wahl zwischen Tom Yam (Scharfe Suppe) oder Tom Kha (Kokosnussmilchsuppe) und Green Curry oder Penang Curry. Pad Thai (gebratene Nudeln) und Chicken & Cashew, sowie Frühlingsrolle mit Banane waren vorgeben. Das fand ich aber überhaupt nicht schlimm, da ich mich hier meistens von Pad Thai und Chicken & Cashew ernähre und super gerne wissen wollte, wie man das macht.
Bei den vorherigen Gerichten entschied ich mich für die Kokosnussmilchsuppe mit Shrimps, sowie dem Penang Curry. Bei den anderen beiden Gerichten wusste ich, dass sie mir zu scharf sind (ich durfte in Ayuttaya schon einmal das grüne Curry probieren, weil ich für eine Vegetarierin herausfinden sollte, ob da Fleisch drin ist oder nicht. Mein Mund hat höllisch gebrannt und ich habe danach nichts mehr geschmeckt, denn das grüne Curry ist mit das schärfste Curry hier in Thailand. Ach ja - es war doch Hühnchen und kein Tofu).
Los gings mit der Suppe. Perm zeigte uns, wie wir alles zubereiten sollten und wir machten es nach. Dabei zeigte er uns einige Tricks und gab uns Vorschläge, wie wir was machen könnten. Außerdem haben wir gelernt, wie wir im Wok Hühnchen anbraten und das alles so schön in Flammen aufgeht, wie bei den Meisterköchen.
Nachdem wir alles gekocht hatten, hieß es "Zu Tisch" und wir haben alle unser Essen gegessen. Es hat sehr lecker geschmeckt, vor allem, da wir selber entscheiden konnten, wie scharf es sein soll. So hatte ich ein angenehmes und mildes Abendessen.
@ alle Aachener: das wird auch alles nachgekocht. Besonders dir verspreche ich es, Anna! :)



frische Zutaten aus dem Garten, Zitronengras, Auberginen (kleine und mittel), sowie Kräuter und Chili

mein Arbeitsplatz, sowie unser Chefkoch

mit leichtem Bammel vor dem "Feuerkochen"

im Uhrzeigersinn: Pad Thai, Penang Curry, Chicken & Cashew


Als wir dann wieder in die Stadt gefahren sind, gingen wir zum Sonntagsmarkt, der sich durch viele Straßen in Chiang Mai zog. Dieser war viel schöner als der Nachtbasar, denn es gab viel mehr zu sehen und eine größere Vielfalt an Souvenirs und Lebensmitteln.

Samstag, 25. August 2012

Trekkingtour extrem

Vorgestern ging es früh los zu der gebuchten Trekkingtour. Vor mir lagen Elefantenreiten, 3,5h wandern und eine Nacht bei einem Bergvolk.
Der Tag ging allerdings nicht so gut los. Schon in der Nacht konnte ich nicht gut schlafen, da die Britin, die mit mir im Zimmer war, entschied, ins Zimmer zu brechen und sich der Geruch dann fein durch die ganze Nacht zog. Am Morgen wollte eigentlich auch die Frau aus dem Reisebüro meinen Rucksack abholen, sie kam allerdings nicht, deswegen musste ich schnell zum Büro hetzen. Sie war ganz erschrocken und hat sich mehrfach entschuldigt, dass sie mich vergessen hatte. Danach ging es noch fix in den Supermarkt, Frühstück besorgen.
Zurück beim Reisebüro kam auch schon der Bus, der mich abholte. 
Ich muss sagen, dass ich mit der Gruppe viel Glück hatte: 4 Engländer, 2 Spanier, alle in meinem Alter und ein koreanisches Ehepaar, die sich aber sehr zurückhielten und wenig mit uns kommunizierten.
So, erster Stopp war der Markt, bei dem wir uns mit Wasser, Klopapier, Mückenspray etc. eindecken sollten. Danach ging es zum Elefantencamp. Dort gab es erst einmal Mittagessen. Danach mussten wir auf die Elefanten warten.
Das Elefantenreiten war sehr schwankend, aber man gewöhnte sich relativ schnell dran. Außerdem war die Strecke sehr steil und dann doch relativ aufregend, denn man musste aufpassen, dass man nicht vom Sitz rutscht. Nach einer Stunde war es dann schon vorbei und wir machten uns bereit für die Wanderung. Unser Guide meinte schon zu uns, dass es rutschig werden könnte und gab uns allen einen Wanderstock. In der Tat war die Strecke teilweise sehr steil, rutschig und abenteuermäßig. Nach 4h und einer geschätzten Ewigkeit kamen wir dann aber doch im Dorf an. Uns wurde unser Domizil für die Nacht gezeigt, ein Bambushaus mit vielen Matratzen und Moskitonetzen (zum Glück, denn die Mücken fraßen einen auf, trotz des Sprays. Das hat allerdings nur eine geringe Wirkung, wenn man arg schwitzt. Im Camp angekommen, duschten wir uns alle erst einmal. Wir hatten Glück und es gab ordentliche Duschen und Toiletten. Da in dem Häuschen, wo sich die Duschen befanden, ein offenes Fenster ins Tal gerichtet war, hatte man während der Dusche einen wunderschönen Ausblick ins Tal. Dann gab es auch schon Essen und es wurde dunkel. Wir verbrachten die Zeit am Tisch und versuchten die Hunde zu verscheuchen, die sich immer wieder versuchten, in unsere Nähe zu setzen. Da die meisten der Hunde aber nicht sehr gesund aussahen und teilweise offene Wunden hatten, war uns das ziemlich unangenehm. 
In der Nacht kam ein Gewitter auf und wir hörten wohl den lautesten Donner unseres Lebens. Das Mädchen, das neben mir geschlafen hatte, wachte auf und fragte, wo die Bombe eingeschlagen hatte. 
Am nächsten Tag gab es ein ordentliches Frühstück und schon wurde zum Abmarsch geblasen. Da es die Nacht über geregnet hatte, wurde uns gesagt, dass die Tour zum Wasserfall, die Raftingtour und das Bambusrafting eventuell ausfallen müsste. Das hieß für uns, dass wir eigentlich nur noch zurück ins Tal laufen. Wir waren alle sehr enttäuscht, aber konnten nichts machen. Unser Tourguide meinte aber noch beschwichtigend, dass er mit den anderen Guides reden wird und dann erst entschieden wird. 
Der Abstieg war sehr rutschig und wieder sehr steil. Also sehr abenteuermäßig. Zwischendurch wurde noch einmal überlegt, ob wir zum Wasserfall gehen oder nicht und - wenn wir da sind, ob man überhaupt (wie versprochen) schwimmen gehen kann. Die meisten wollten das sehen, sodass die Gruppen getrennt wurden und nur die zum Wasserfall wandern, die auch wollten. Die meisten, auch von den anderen Gruppen wollten den Wasserfall sehen, sodass eine größere Gruppe den Abstieg zum Wasserfall wagte. Die anderen liefen eine Straße zum Rafting und warteten dort auf uns.
Die Wanderung zum Wasserfall hatte sich, trotz noch extremeren Umständen (es war teilweise noch steiler), total gelohnt und wir konnten sogar schwimmen gehen. Nach der erfrischenden Pause ging es am Fluss entlang zum Rafting. Bambusrafting fiel aus, was aber im Endeffekt nicht schlimm war.
Beim Rafting angekommen, wurde uns eine kleine Einführung gegeben und dann ging es auch schon los.
Die meisten Zeit der Fahrt fuhren wir durch diverse Stromschnellen und sogar einem kleinen Wasserfall, was ziemlich cool war.
Danach ging es zum Mittagessen, wo wir dann auf unsere Rückfahrt warteten.
Zurück in Chiang Mai holte ich meinen Rucksack ab und machte mich auf die Suche nach meinem neuen Hostel. 
Dort angekommen, gab es erstmal eine richtige Dusche, um den ganzen Schlamm abzuwaschen. 
Später buchte ich mir noch einen Kochkurs, zu dem ich gleich gehe und traf mich mit den Engländern, um zum Thaiboxen zu gehen. Das war teilweise sehr interessant und es gab auch eine Runde, in der den Kämpfern die Augen verbunden wurden und sie blind gegen einander kämpften. Das sah teilweise schon sehr lustig aus, aber war auch teilweise sehr peinlich, wie die Kämpfer die ganze Zeit in die leere Luft boxten.







Donnerstag, 23. August 2012

Chiang Mai - Stadt der Tempel

Heute habe ich mir die Stadt angeschaut.
Und ich muss sagen, ich bin total begeistert. Nicht von den nervigen Taxi-, Tuktuk- und Busfahrern, die dich alle 5M anhupen und anfragen, ob du mitwillst. Irgendwann wurde mein "No!" immer lauter und die Fahrer immer irritierter.
Die Altstadt, in der ich momentan wohne, ist voll mit Tempeln, kleinen Restaurants und vielen Straßenständen. Es macht richtig Spaß sich alles in Ruhe anzuschauen.
Dann habe ich noch meine Trekkingtour für morgen gebucht. Morgen werde ich für 2 Tage wandern gehen und auf Elefanten reiten. Wir werden bei irgendeinem Bergvolk übernachten. Ich bin schon sehr gespannt, weil einfach alle Reisebüros die gleiche Tour anbieten und meinen, dass eigentlich nur 12 Personen mitdürfen. Mal sehen. Ich hatte "Glück" und habe die Tour für ca. 25€ bekommen. Ich hätte wahrscheinlich noch weniger bezahlen können, da sich die Frau, bei der ich gebucht habe, noch nicht verärgert über ihre schwere und harte Arbeit ausgelassen hat. Da ich aber die Tour bei ihr am billigsten bekommen habe und damit dann umgerechnet 7€ gespart habe, ist es dann auch wieder egal.

So und hier nun einige Fotos von Chiang Mai:










Mittwoch, 22. August 2012

1500 KM nördlich

Lage:
Hostel - ok. Gebet des zu hörenden Mönchs - nach 40 Minuten durchsingen langsam anstrengend. Wetter - grau. Schlaf - wenig.
Gestern bin ich in Chiang Mai angekommen. In meinem Zimmer, das für 8 Personen ausgeschrieben ist, aber in Wirklichkeit 20 Mann beherbergen kann, sind noch 5 Engländer, wobei die meisten wieder weg sind (was ihre fehlende Kommunikation erklärt) und 1 Mann, der nicht sprechen kann.
Also werde ich mir die Stadt heute alleine und in Ruhe anschauen. Chiang Mai soll richtig anders sein, als der Rest von Thailand.
Gestern habe ich noch einmal einen dreistündigen Spaziergang durch Phuket gemacht und nun habe ich den Eindruck, dass ich wirklich alles gesehen habe. Ich war gestern in der südlichsten Spitze der Stadt und habe mir das Wasser angesehen. So weit hätte ich aber eigentlich nicht laufen müssen, da die gesamte Stadt durch die Regengüsse unter Wasser stand.
Gegen halb 4 fuhr ich zum Flughafen. Dort wartete ich brav 3h bevor ich ins Flugzeug einsteigen durfte. Sehr interessant fand ich die Verbote und Gebote des Flughafens. Dort stand, wie eigentlich überall, was man nicht mit ins Flugzeug nehmen darf. Wenn man aber doch seine Pistole im Handgepäck mitnehmen möchte, sollte man sich an das Flugpersonal wenden. Da fühlt man sich doch gleich sicher. Im Terminal, in dem nix los war, habe ich mir interessiert 20mal das Video angeschaut, wie Cashewnüsse vom Baum in die Tüte kommen. Der Flug dagegen war weniger spektakulär und reibungslos.
Dann bin ich gestern Nacht hier im Hostel angekommen, nur um mir fix Pad Thai und einen Iced Thai Tea zu holen, wie es sich in Thailand gehört.

Und noch einmal zum Schluss einige Impressionen aus Phuket:





Dienstag, 21. August 2012

Dem Regen trotzen

Seit einigen Tagen ist es mit dem schönen Wetter vorbei und es regnet eigentlich nur noch, nein, es strömt so richtig und gießt aus allen Kübeln.
Trotzdessen wollte ich heute an den Strand fahren und wenigstens noch etwas anderes von Phuket Island sehen. Meine neuen Mitbewohner im Zimmer wollten auch mitkommen, also habe ich auf sie im Hostel gewartet und dann sind wir am frühen Nachmittag losgefahren.
Es ist richtig angenehm in Asien mit dem Bus zu fahren, da dieser gerne irgendwann losfährt und dann einfach irgendwo unvermittelt stehen bleibt und keiner weiß was los ist. Diesen Fall hatten wir heute auch wieder. Nach 25 Minuten im Bus sitzen und warten, fuhr dieser endlich los, nur um nach ca 800m am Straßenrand stehen zu bleiben. Wir waren dann die einzigen im Bus, während alle anderen Insassen Mittag gegessen haben. Da wir nicht wussten, wann es weitergeht, blieben wir halt als dumme Touristen sitzen. Nach 20 Minuten ging es dann auch schon ganz schnell weiter. Ich bin dann eh eingeschlafen, weil ich keine Lust mehr aufs warten hatte.
Nach nur knapp 90 Minuten für eine Strecke von 20 km waren wir dann auch schon in Patong. 
Ich muss sagen, ich bin echt froh, dass ich, trotz aller Empfehlungen, nicht nach Patong gegangen bin. Hier gibt es wieder nur die altbekannten Touristenattraktionen, also Bars, Restaurants, Souvenirläden nebeneinander, die mich die letzten Tage nur genervt haben. Aber wenigstens weiß ich jetzt, wo alle Touristen auf Phuket Island sind, nämlich in Patong.
Wir sind dann zum Strand gelaufen, der nicht schön war. Ziemlich dreckig, voller Müll, stinkend und komisches Wasser. Da auch das Wetter wieder nicht richtig mitspielte sind wir nur kurz ins Wasser gegangen und mussten dann auch wieder zurück zum Bus. Der letzte fuhr nämlich schon um 5.
Aber wir alle waren eigentlich froh, wieder zurück nach Phuket Town fahren zu können.
Rückzu hatten wir nicht den gleichen Reisebus wie auf der Hinfahrt, sondern stattdessen die üblichen Thaibusse, die hinten an beiden Seiten lange Bänke hatten. Ruckizucki war der Bus mehr als nur überfüllt und die Leute mussten teilweise hinten auf der Stufe, die das Einsteigen erleichtern soll, stehen.
Wunderschön zeigte sich auch bei der Heimfahrt wieder die Lebensweise der Thai. Die Straße hatte zwischendurch einen Anstieg von bestimmt 60° und der volle, alte und klapprige Bus musste die Straßen wirklich hochkriechen. Der Busfahrer, der den Bus im ersten Gang den Berg hochtrieb, verzog bei dem Aufheulen, dass immer schrecklicher wurde, keine Miene, sondern tat so, als ob alles normal wäre. Nach dem ersten krassen Anstieg hatte ich auch wieder mein Vertrauen in Fahrer und Bus gewonnen und wartete also die nächsten 5 Anstiege geduldig ab und verzog auch keine Miene, sondern tat so, als ob das alles so normal ist.
Wieder hier angekommen, ging es wieder zum Food Market, Pad Thai essen (also gebratene Nudeln). Als Nachtisch versuchten wir uns durch die verschiedenen Süßspeisen der Thais. Also hatten wir einmal kleine Pfannkuchen mit Baiser gefüllt oder einmal mit Kokosbaiser gefüllt, was mit rotem Zeug verziert war, was sehr nach dem Lachsersatz der deutschen Fischbrötchen geschmeckt hat. 

Morgen gehts weiter in den Norden, in dem es auch regnet.
Hurra!

Montag, 20. August 2012

Phuket

Meine Theorie hat sich bestätigt und ich bin hier wirklich mehr oder weniger die einzige Touristin in der Stadt.
Das Zimmer teilte ich mir diese Nacht mit einem älteren Saalfelder, die sich vor allem durch Selbstgespräche auszeichnete. Zum Glück ist er aber jetzt weg und an seiner Stelle eine Koreanerin eingezogen, mit der ich mich schon nett unterhalten habe.

Den restlichen Tag verbrachte ich damit, mir die Stadt anzuschauen. Dafür bin ich zunächst auf einen Hügel in der Nähe des Hostels gelaufen. Viele wollten mir vom Laufen abraten und meinten, dass ich mir ein Taxi nehmen sollte. Ich aber meisterte den Berg problemlos und wurde an dem Aussichtspunkt von zwei Touristen mit den Worten "Wow, you made it" (Du hast es geschafft!) begrüßt. Sie meinten, sie hätten nicht gedacht, dass ich durchhalte. Im Endeffekt war es einfach wie in Aachen auf den Lousberg zu laufen. Ich hatte sogar Glück und die Sicht auf die Stadt war sehr gut. Man konnte sogar schön das Wasser sehen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause machte ich mich nun auf den Weg, zu der nahe gelegenen Insel zu laufen. Dabei änderte ich jedoch ein bisschen die Route und hatte damit die Gelegenheit einen wunderschönen Tempel zu sehen. Auch hier war ich wieder die einzige Touristin, sodass ich mir alles in Ruhe anschauen konnte.
Auf meinem weiteren Weg wurde ich alle 5m von Taxis oder anderen angehupt und alle wollten wissen, wo ich hin möchte, Hilfe brauche oder mir ein Taxi anbieten. Ich lehnte immer wieder lächelnd ab und erklärte, dass ich gerne laufe. Die meisten sind kopfschüttelnd weitergefahren.
Der Weg zu der Insel und damit zum Strand war länger als gedacht und zwischendurch hatte ich mir durch meine FlipFlops schon unangenehme Blasen gelaufen, sodass ich eine kurze Verarztungspause einlegen musste. Danach ging es aber flink weiter.
Auf der Insel angekommen, sah ich noch einige Affen, die aber längst nicht so schön anzusehen waren, wie die Affen bei Ao Nang. Also ging ich weiter.
Als ich beinahe am Strand angekommen bin, hielt neben mir eine Thai-Frau und fragte mich auch, wo ich hin möchte. Ich erklärte ihr, dass ich zum Strand möchte. Sie sagte zu mir, dass ich mich beeilen sollte, denn diese Insel ist für Touristinnen, die alleine unterwegs sind, nicht so sicher. Sie fuhr mich also schnell zum Strand und erklärte mir, dass ich nach einer kurzen Pause wieder zurück laufen sollte. Busse und Taxis gibt es hier auch nicht, meinte sie.
Der Strand war leider eh enttäuschend und ich hatte nicht die Chance eben ins Wasser zu hüpfen. Außerdem hatte ich auch keine Lust, länger als nötig auf der Insel zu bleiben. Außerdem halfen die Pflaster auch nicht so richtig. Also machte ich mich wieder auf den Rückweg. Wiedermals musste ich sehr oft alle zurück grüßen und winken. (Die Thais grüßen einen Touristen immer gerne und wollen ihr Englisch ausprobieren, Schulkinder wollen Fotos mit dir machen und sind ganz verrückt nach dir. Ich musste vor einigen Tagen auch mit einer Klasse Englisch sprechen, damit sie ihre Aufgaben erledigen konnten...).
Nach einigen Metern fuhr ein Taximotorrad an mir vorbei und fragte mich, wo ich hin will. Da man in Thailand generell handeln und feilschen muss, fragte ich zunächst nach dem Preis. Er nannte mir einen viel zu hohen Preis und als ich weiterlaufen wollte, stoppte er mich und meinte, ich könne zahlen, was ich will. Das fand ich dann schon besser. Nach 10 Minuten war ich wieder in der Stadt.

Im Hostel traf ich dann noch 2 aus Sachsen, mit denen ich mich gut unterhalten hatte. Da die beiden noch in ein Kabarett gingen, ging ich alleine zum Foodmarket und aß alleine Abendbrot. 

Im Folgenden einige Impressionen aus Phuket:




Hurra, endlich oben angekommen!



Sonntag, 19. August 2012

Im Osten nichts neues

Nun wollte ich endlich dem Strand und den Massentourismus entkommen und bin heute extra nach Phuket gefahren, nur um mitzubekommen, dass ich hier die einzige Touristin bin. Zwar gibt es hier und da noch andere Touristengrüppchen, aber den größten Teil meines kurzen Spazierganges war ich die einzige, die nicht asiatisch aussah.
Trotzdessen bin ich sicher in Phuket angekommen. In Asien heißt übrigens einen Bus in eine Stadt buchen, dass man zunächst von einem Minivan vom Hotel abgeholt wird, dann zu einer Busstation gefahren wird, wo man dann ca. 1 Stunde (üblicherweise) warten darf, bevor ein nächster Bus kommt und dich in die Stadt mitnimmt. Aber meistens wird man auch in der Zielstadt nicht direkt ins Zentrum gefahren, sondern einfach irgendwo am Stadtrand abgesetzt, wo man wieder auf einen Bus oder ein Taxi, oder, wie in meinem Falle, auf eine Privatperson warten muss, die einen mitnimmt. Heute wurde ich auch von der einen Dame an der einen Busstation sehr überrascht angeschaut, warum ich unbedingt nach Phuket-Town möchte und nicht, wie alle anderen an den Strand.

Gestern und vorgestern lässt sich übrigens einfach zusammenfassen: es gab Regen, Regen, Regen. Besonders gestern gab es neben dem Regen noch Donner und ein nettes Gewitter. Deswegen verbrachten wir die beiden letzten Tage eigentlich nur im Zimmer, was anderes war in diesem Tourismuszentrum ja nicht los. Die Straßenstände hatten nicht offen, von kulturellem Angebot konnte in Ao Nang keine Rede sein. Gestern gönnte ich mir aber noch eine Massage und wir sind dann noch in eine Bar mit Livemusik gegangen. Dann hat sich der Tag ja doch noch gelohnt. Ich fand es aber nicht schlimm, dass es geregnet hat, denn die Thais haben schon sehnsüchtig darauf gewartet. Eigentlich ist ja in Thailand Regenzeit, von der man nichts mitbekommt und wenn es einmal regnet, dann eigentlich nur 5 Minuten in Strömen und das wars, was leider gestern auch nicht der Fall war. Also auch in Thailand spielt das Wetter momentan etwas verrückt.

Ja, nun sitze ich hier alleine im Hostel. Ich habe gehört, dass hier eigentlich noch 5 andere in meinem Zimmer sein sollen, das bezweifel ich aber, da ich bisher nur 1 belegtes Bett gesehen habe. Ansonsten ist das Hostel eigentlich ganz schön, sehr sehr sauber, nur ein bissl Schimmel an der Decke und Locker, die nach Mottenkram stinken. Deswegen habe ich eben alles wieder fein säuberlich aus dem Schrank ausgeräumt, weil ich denke, dass ich sonst nach Mottenkrams rieche.

Ich habe mir auch schon eine Route für morgen überlegt und werde morgen also ein bisschen spazierengehen und die Gegend erkunden.

Donnerstag, 16. August 2012

Wie aus einem aussichtslosen Tag doch noch etwas wurde und, Ausflug zu den Phi Phi Inseln

Gestern hatten wir nichts vor - außer kein bzw wenig Geld auszugeben. Das hieß also eigentlich, nur an den Strand zu gehen und dort den Tag zu verbringen. Nach einem kleinen Frühstück am Straßenrand entschieden wir uns, die "Stadt" (die eigentlich nur aus Touristenbüdchen besteht) entlang zu laufen und ein bisschen besser zu erkunden. Dabei hatten wir die Idee, einer ungeteerten Straße zu folgen und einfach zu schauen, wo sie hinführt. Im Endeffekt sind wir am Affenstrand gelandet und konnten viele viele Affen, auch kleine Babyaffen anschauen. Schnell sind wir wieder zurück ins Hostel gegangen und haben unsere Kameras eingepackt. Außerdem holten wir noch Bananen, die aber bei unseren zweiten Ankunft nur ca. 30 Sekunden in unserer Hand gelassen wurden, bevor sich ein frecher Affe die komplette Tüte geklaut hat.
Es war sehr schön, den spielenden und auch schwimmenden Affen zu zu schauen.
Danach gingen wir den Weg weiter und bemerkten, dass wir über den Felsen zum nächsten Strand laufen konnten. Sofort war dies in die Tat umgesetzt. Dieser Strand war viel angenehmer, da weniger Touristen den Weg dahin fanden bzw nicht durch das Wasser wateten. Dies machten wir nämlich auf dem Rückweg, weil das einfacher ging.
Nach einem vorzüglichem Essen gab es wieder eine angenehme Massage für ca. 5€.





In der ganzen Tierbabyreihe darf natürlich ein Babyeichhörnchen nicht fehlen

Heute machten wir einen Ausflug mit dem Boot nach Ko Phi Phi, bekannt für seine megaweißen Strände, türkisblaues Meer, sowie dem Film "The Beach". Vorher hielten wir aber noch an anderen Inseln und schauten uns da um. Außerdem konnten wir an drei verschiedenen Orten schnorcheln gehen und sahen daher wieder viele Clownfische, gelbe Fische und und und .... An der Maya Bay angekommen, wo der Film mit Leonardo DiCaprio gedreht wurde, ging es zu wie bei einem Zirkus. Es waren sehr sehr viele Touristen da und alle machten wie verrückt Fotos. Zum Glück konnten wir bald weiter. Es gab auch ein leckeres, aber scharfes Mittagessen auf Ko Phi Phi und wir hatten etwas Zeit, den Ort zu erkunden. Für mich wieder zu touristisch gestaltet, sprich Bar neben Souvenirladen, neben Reisegeschäft, neben Bar, etc.










Während der Tour habe ich eine aus Singapur kennengelernt, mit ihr war ich heute abend lecker essen. Den Abend verbrachten wir damit, mit einem Babyaffen zu spielen und ich habe später sogar eine Babykatze gefangen. Da wurde mir gesagt, dass ich die erste wäre, die das jemals geschafft hat und der Katze wurde sogleich mein Name aufgedrückt. Beim Gehen wurde mir noch angeboten, dass ich die Katze gerne mitnehmen kann, wenn ich nach Hause fahre. Ich habe dankend abgelehnt.