Freitag, 7. September 2012

Kep - ein beschauliches Örtchen

Mein Tag startete früh, schon gegen 6 war ich wach, machte mich fertig für den Tag und wollte auschecken. Schlecht war nur, dass keiner an der Rezeption war, obwohl ich meinte, dass ich gegen 7 auschecken möchte. Glücklicherweise kamen dann doch die Mitarbeiter und ich konnte auschecken und zum Bus gehen. Dieser fuhr nicht, wie mir gesagt um 7h auch nicht um 7h30, sondern erst 7h45. Somit hatte ich genügend Zeit zum Frühstücken.
Die Busfahrt nach Kep war sehr sehr ruckelig. Die teilweise nicht vorhandenen Straßen waren, wenn dann doch irgwie vorhanden, mit Schlaglöchern überseht. Ich habe irgendwo auch einmal gelesen, dass Kambodscha Erfinder der Schlaglöcher ist, da es hier so viele gibt und sich keiner drum kümmert.
Ich dachte eigentlich, dass Kampot an Langerweile nicht zu unterbieten ist. Das stellte sich als falsch raus, Kep unterbietet das knallhart. Grund ist zum einen die Nebensaison, in der alles aufgefrischt und noch schnell für die Hauptsaison vorbereitet wird und zum anderen ist in Kep wirklich nichts los.
Also lief ich ein bisschen am Meer entlang und habe mich dann zum Lesen hingesetzt. Nach einer Weile kam ein, meiner Meinung nach, geistig Verwirrter und wollte mir irgendetwas mitteilen. Ich packte langsam meine Sachen, nahm ihm meine Spritedose aus der Hand und erklärte ihm, dass ich gerne allein hier weiterlesen möchte. Das hat er nicht wirklich verstanden, deswegen schenkte ich ihm meine Käsecracker und ging davon. Leider ging er den gleichen Weg, sodass ich ein paar Minuten warten musste. Da die Straße schnurgerade aus ging, drehte er sich immer wieder um und winkte mir. Freundlich winkte ich ihm immer wieder zurück.
Nach einer Weile kam ein Tuk Tukfahrer zu mir und fragte mich, was ich hier in Kep machte. Ich erklärte ihm, dass ich die Zeit genieße und nur rumlaufe. Da lachte er mich aus und meinte, hier wäre nix los. Deswegen machte ich dann mit ihm die Tour zu den Pfefferplantagen, da ich keine Ahnung hatte, wie Pfeffer vor seiner Zeit in der Mühle aussieht.
Nach einer anscheinend endlosen, holprigen Fahrt kamen wir endlich an. Und es war das Paradies.
Neben den vielen Pfefferpflanzen gab es viele, viele Mangobäume, Kiwibäume, Durianbäume, Taropflanzen und und und. Dazu gab es einen wunderschönen Ausblick auf das Tal.
Danach ging es zurück nach Kep, wo ich nur 30 Minuten auf den Bus warten musste.
Gerade rechtzeitig schaffte ich es nach Kampot und dann zum Hostel, nur um zu erfahren, dass mein Pick-Up schon 10 Minuten eher da war, normalerweise kommen die immer 10 Minuten zu spät.
Ich habe an der Rezeption nachgefragt und der Typ hat mir sehr unfreundlich erklärt, dass er nicht wusste, wer heute nach Sihanoukville fährt. Wundert mich, hatte ich bei ihm doch um 7h meinen Rucksack abgegeben und dazu gesagt, dass ich gegen 3 wieder da bin, weil ich dann nach Sihanoukville fahre. Anyway, ich durfte dann, natürlich nur gegen Bezahlung, bei der Firma anrufen und versuchte, alles zu klären. Nach einem weiteren Anruf, wurde mir gesagt, dass ich gleich abgeholt wurde und irgendetwas mit Planänderung.
In der Tat wurde ich nicht zu einem Bus, sondern einem Taxi gebracht. Nach endlosem Warten fuhren wir auch irgendwann los. Und es wurde eng, sehr eng. Rekord auf der Fahrt waren 10 Personen in dem Auto. 4 Erwachsene saßen vorne und ich saß mit 3 Erwachsenen und 2 Kindern hinten. Zum Glück saß ich am Fenster. Trotzdem war es unbequem. Interessant war auch das Motorrad im Kofferraum.
Aber hat ja alles prima gepasst und nach keine Ahnung wie vielen Stunden waren wir auch schon in Sihanoukville.
Von der Taxistation musste ich noch ein Mototaxi zum Hostel nehmen.
Im Hotel angekommen, wurde mir gesagt, dass ich der allererste Gast bin und dafür ein Frühstück bekomme. Außerdem wurde ich zu der Eröffnungsfeier eingeladen. Im Endeffekt hieß das für mich Open Bar und Buffet. Alles hat sehr sehr lecker geschmeckt, wobei ich bei den meisten Sachen nicht weiß, was ich gegessen habe. Bei dem einen wurde mir gesagt, dass ich Nudeln mit frischen Gemüse mit einer Art Fischsuppe essen soll. Hat auch gut geschmeckt. Insgesamt habe ich 3 Portionen verdrückt :)
Das Zimmer ist auch sehr schön, Bad wohl etwas klein, aber dafür sind wir hier nah am Strand und bezahlen einen guten Preis.
Morgen kommt die Australierin nach und dann habe ich auch wieder Kompanie.
Impression von Kep

Jetzt weiß ich, wo ich hin muss, wenn ich dahin soll, wo der Pfeffer wächst


Mangobäume, überall waren Mangobäume

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