Freitag, 14. September 2012

Jakarta - nichts für schwache Nerven

Heute stand also Jakarta auf dem Plan.
Eigentlich wollte ich zu der Isitiqlal, der größten Moschee in Indonesien. Aber ich habe mich ein bisschen verlaufen und endete am MONSA, dem Nationalmusum, das zu gleich das große Monument ist. Also entschied ich mich, lieber dahin zu gehen und dann auf den Turm zu fahren. Oben auf dem Turm angekommen, hatte ich einen schönen Blick auf die Stadt - wenn der Smog nicht wär. Man hatte also eine Sichtweite von ca. 200 Metern.
Nebenbei durfte ich auch für viele andere, indonesische Touristen Fotomodel spielen und wurde ständig fotografiert. Ich hatte also dann innerhalb kürzester Zeit viele Freunde gemacht.
Den Gang zur Isiqlal konnte ich mir sparen, da ich jedoch einen wunderschönen Blick auf die Moschee hatte. Da ich mir auch sicher bin, dass ich nicht rein gehen darf (da es schon fast 14h war und von 14-17 Uhr gebetet wird), ließ ich es sein und machte ich stattdessen mit dem Bus auf in die Altstadt.
Altstadt bedeutet in Jakarta 120 alte Gebäude (na Mensch) und eine Ansammlung von Museen. War also auch nicht so spektakulär. Ich traf auch eine Schulklasse, die mich ausfragte, was ich über Indonesien und Jakarta denke.
Danach wollte ich noch zum alten Fischmarkt und zum alten Hafen. Nach einer Weile bemerkte ich, dass ich die einzige Touristin und Frau in dem Gebiet war und die Männer mich die ganze Zeit freundliche grüßten. Deswegen machte ich eine kurze und enttäuschende Runde, da der Fischmarkt war nicht zu finden und der alte Hafen war ein einziges Gebäude inmitten von Containern. Also ging es zurück in die Altstadt, in der sich gerade ein Abendmarkt vorbereitete, bei dem man allerhand Kitsch kaufen konnte.
Danach ging es mit dem Bus zurück zum Hostel. Abends war ich mit den beiden deutschen Mädels aus dem Hostel noch etwas essen.

So, und warum mein ich, Jakarta ist nichts für schwache Nerven?
Jakarta zeichnet sich durch die vielen tausend Autos und Motorräder aus. Das bringt nicht nur Smog, sondern auch ein Verkehrschaos, was aber irgendwie noch ein System hat. Fußgänger gibt es in der Stadt weniger, was sich vor allem dadurch zeigt, dass es keine vorgesehenen Stellen gibt, an denen die Fußgänger über die teilweise 5-spurigen Straßen gehen. Deswegen muss man sich da durch zwingen und teilweise mitten auf der Straße warten, um dann schnell durch die vielen Motos und Autos zu schlüpfen.
Ansonsten ist man als westlicher Tourist immer ein Exot, der ständig angesprochen und fotografiert wird. Die Leute wollen ständig mit einem ins Gespräch kommen und fassen dich gerne an etc. Deswegen ist das nach einer Weile auch anstrengend.

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