Abends wurde ich dann mit dem Nachtbus abgeholt, der aus halben Liegen und Sitzen bestand, was für mich sehr unbequem war, da ich kaum Platz für meine Beine hatte. Irgendwie konnte ich dann aber doch noch knappe 2 Stunden schlafen.
Natürlich kamen wir über pünktlich in Phnom Penh an und hatten ausnahmsweise keine Verspätung. Am Busstand fragte ich noch einmal nach, ob der Flughafen auf hat und man sich einfach reinsetzen kann. Ja, natürlich war die Antwort. Also fuhr ich mit dem letzten Bargeld, was ich noch hatte, zum Flughafen. In der Tat war er noch offen, jedoch nur noch für 10 Minuten. Der Securitymann erklärte mir, ich könnte nicht drin sitzen, weil er alle Türen zu macht. Ich soll bitte in ein Hostel gehen oder draußen warten. Ich erklärte ihm, dass ich als Frau bestimmt nicht draußen warte, aber er ließ sich nicht erweichen. Also setzte ich mir genau vor ihm vor das Fenster und lächelte ab und zu rein. Während meines Wartens machte ich Bekanntschaft mit einem Taxifahrer, der mich fragte, warum ich nicht in einem Hostel bin. Die Khmer wollten einfach nicht verstehen, dass es sich nicht lohnt ein Hostel für 3 Stunden zu nehmen. Ich hätte gegen 4 aufstehen müssen, damit ich mich in Ruhe fertig machen kann und dann zum Flughafen fahre, damit ich rechtzeitig einchecken kann. Ich sagte ihm, ich hätte kein Geld und keine Lust. Er meinte, er bringt mich hin und zahlt mir das Hostel. Ich hatte aber keine Lust mit ihm irgendwo hinzufahren und setzte mich dann weg und meinte, ich würde hier warten und lesen. Dann irgendwann ging er zum Glück.
Ich dachte, ich würde die einzige sein, aber zum Glück waren viele Mitarbeiter (die komischerweise rein und rausgehen konnten) am Flughafen und machten sauber, etc. sodass ich nicht alleine war. Später schaute ich noch einen Film. Gegen halb 6 machte ich mich dann auf zum Check In, nur um zu sehen, dass keiner da war. Also hieß es wieder warten.
Naja im Endeffekt hat alles geklappt und ich bin ins Flugzeug eingestiegen und habe die Augen zu gemacht und bin erst beim Landeanflug wieder aufgewacht.
In Kuala Lumpur musste ich durch die Zollkontrolle, um zu meinem Gepäck zu kommen. Sprich, ich habe ein Visum bekommen, nur damit ich das in wenigen Stunden verwirken kann. Ich versuchte, den früheren Flug zu bekommen, aber mir wurde gesagt, dass ich dann einen komplett neuen Flug buchen müsste. Also vertrödelte ich meine Zeit auf dem Flughafen, der sehr laut war. Viele Kinder, die ständig am Heulen oder Schreien waren, ständige Durchsagen, etc. Ich habe aber auf meinem Weg zum Terminal einen Laden gefunden, der getrocknete Früchte, Fisch und dazu noch Gummibärchen verkaufte, die man aber vorher probieren konnte. Also ging ich durch den Laden und bediente mich bei den Schälchen.
Der Flug nach Jakarta war unspektakulär.
In Jakarta angekommen, musste ich mir erst einmal ein Visum kaufen. Ich konnte einen Bus in die Stadt nehmen, der mich nur knapp 2€kostete. Während des Wartens traf ich zwei nette Herren, wovon mir der eine Herr die ganze Zeit von Jesus Christus erzählte und meinte, er wünschte sich, ich würde auch an Jesus glauben, damit wir uns im Himmel wieder sehen.
Die Busfahrt war interessant, weil ich schon einen kleinen Einblick in die Stadt bekam. Meiner Meinung nach ist Jakarta eine Mischung aus New York (modern, Hochhäuser, westlich) und Bangkok (arm, kleine Hütten, spartanisch) mit dem muslimischen Einschlag.
Das Hostel ist sehr schön, geräumig und groß, sauber.
Nun sitze ich am Frühstückstisch und bereite mich auf einen langen Spaziergang vor.
| der Nachtbus |
| Skyline Jakarte (mit Smog) |
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