Montag, 17. September 2012

Yogya

Nun bin ich also 544km östlich durch Java gereist und befinde mich nun in Yogyakarta, oder kurz: Yogya.
Gestern ging mein Tag schon relativ früh los, mein Zug fuhr um halb 9 und ich musste schon um 8 am Bahnhof sein. Mein Ziel: Bandung und damit der Tangkuban Perahu, ein Vulkan. Leider ist dieser noch aktiv und seit einigen Tagen sogar so aktiv, dass die indonesische Regierung ein Besuchsverbot ausgesprochen hat. In Bandung angekommen, wurde mir aber versichert, dass der Park auf jeden Fall offen hat. Also bin ich mit einem Minibus in den nächsten Ort gefahren (was für 15km über eine Stunde gedauert hat, weil der Fahrer ständig anhalten musste und vermeintliche Mitfahrer einsteigen lassen wollte). Im Bus wurde mir von 4 verschiedenen Personen gleichzeitig erklärt, dass der Park zu hat und ich nicht reinkommen werde.
Also stieg ich in Lembang aus und sah mich dort um. Viel zu sehen gab es nicht und da es mittags war, ging ich in ein Restaurant und bestellte für 3€ die Spezialität des Hauses, das war also gebratene Ente mit Mangold, Reis, Tofu und Tempe (eine Art Sojabrot mit Bohnen).
Danach entdeckte ich noch eine christliche Kirche mit Superausblick, bevor ich mich auf den Rückweg nach Bandung machte, da mein Zug nach Yogya noch am gleichen Tag fahren sollte. Zum Glück bin ich früher zurück, als geplant. Denn dieses Mal standen wir ca. 2h im Stau. Dem Fahrer wurde das dann zwischendurch zu viel und er ist auf dem Bürgersteig die Straßen runter gefahren.
Den Zug noch erwischt, ging es dann also die nächsten 8 1/2h in Richtung Yogya.
Im Zug selber hatte ich also genügend Zeit mit meinem indonesischen Umfeld Kontakt aufzunehmen und mich mit Händen und Füßen zu verständigen.

Nachts kam ich in Yogya an und fuhr mit dem Taxi zum Hostel. Da ich kein Zimmer reserviert hatte (ich wurde durch die Züge in Thailand gelehrt, mit einer Verspätung von 4h zu rechnen; leider wurde ich in Indonesien eines besseren gelehrt, da kommen die Züge pünktlich an), legte ich mich auf die Bank und schlief, bis der Inhaber 3h später aufwachte und mich ins Zimmer ließ.
Nach einem kurzen, aber erholsamen Schlaf ging es nach einem Frühstück in die Stadt.
Yogya ist eine schöne, alte Stadt mit einem impressiven Palast, lauten und angenehmen Markt, sowie interessanten Batikläden und -werkstätten überall.
Abends ging es noch einmal raus Essen und auf ein Bier. Bintang heißt das hier und schmeckt wie Heineken - nicht ganz, wie mir die Holländerin gleich erklärte.

Anbei einige Impressionen aus der Stadt

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