Samstag, 1. September 2012

Siem Reap

Gestern ging es nun also mit dem Bus von Phnom Penh ca 400km nördlich nach Siem Reap.
Früh wurde ich von einem Tuk Tuk abgeholt und zum Bus gebracht. Der Bus, der mir als modern und neu verkauft wurde, war in der Tat bestimmt schon 15 Jahre jung. Naja, für die billigste Preisklasse kann man nix erwarten.
Kaum saß ich, saßen 2 kleine Mädchen neben mir, die unbedingt neben mir sitzen wollten und garnicht zu ihren Eltern zurück wollten. Nach einer Weile Gerangel schafften es der Bruder und der Vater doch, die beiden nach vorne zu setzen. Das war besser für mich, so hatte ich 2 unbequeme Sitze für mich.
Busfahren in Kambodscha kann man sich folgendermaßen vorstellen:
Straßen mit vielen Schlaglöchern lassen den Bus gerne auf und ab hüpfen, Autobahnen gibt es anscheinend nicht oder der Bus hat diese geschickt umfahren, sobald alle sitzen wird die Karaokemaschine angeworfen und die Mitfahrer werden die ganze Zeit mit khmer Musik bedudelt (die meistens von Herzschmerz und Trennung handelt), westliche Glanzmusik, wie etwa Sarah Connor wurden schnell übersprungen. Anfangs waren die Mitfahrer zum Glück etwas müde und zurückhaltend, aber später wurde fleißig mitgesungen. Lustigerweise sangen die Frauen nur bei den Liedern mit weiblichen Sängern mit und die Männer bei Liedern mit männlichen Sängern... Wenn der Bus irgendwo hielt, rannten 5 oder 6 Tuk Tuk Fahrer zum Eingang und kämpften um Fahrgäste. Alle 1,5h musste der Bus irgendwo halten und alle stiegen aus und kauften sich etwas zu essen. Damit schließe ich auf die Theorie, dass die Khmer ohne Essen nicht können.
typischer Blick aus dem Bus

Überall Teichrosen, überall
Allerdings war es schön, den Ausblick zu genießen und die vielen grünen Reisfelder und freilaufenden Kühe zu sehen. Nach 6,5h bin ich dann auch in Siem Reap angekommen und wurde von dem Tuk Tukfahrer des Hostels abgeholt. Im Hostel angekommen, packte ich meine Sachen ins Zimmer und schaute mir dann die Stadt an. Diese ist eine reine Touristenattraktion, viele Märkte mit Souvenirs und Klamotten, Bars und Restaurants, mehr gibt es hier nicht zu sehen. Überall wird man angesprochen, ob man etwas kaufen möchte und dass gerade dieser Laden die niedrigsten Preise zur besten Qualität bietet.
Danach wartete ich im Hostel auf die Australierin und dann gingen wir gemeinsam zum Nachtmarkt und dann etwas Essen. Danach ging es noch in die Pubstreet, wo wir lustigerweise alle anderen aus unserem Hostel trafen.
Heute geht es mit dem Fahrrad die ersten Tempel anschauen, wenn es sich die beiden Amerikanerinnen nicht anders überlegt haben.

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