Mittwoch, 29. August 2012

Sawatdee Thailand, Sua S'dei Cambodia!

Puh, nun bin ich endlich in Phnom Penh angekommen und habe mich soweit schon eingerichtet.
Aber mal wieder der Reihe nach.
Vorgestern wollte ich eigentlich eine Bootstour mitmachen. Nachdem mir aber erklärt wurde, dass man die als einzelne Person nicht mitmachen durfte, aber keine weiteren Erklärungen folgten und ich dann auch gesehen habe, dass ich mindestens 1 Stunde hätte hinlaufen müssen, habe ich diesen Plan verworfen. Stattdessen nahm ich mir vor, zum Bahnhof zu laufen und mein Ticket für den Nachtzug zu kaufen. Danach bin ich noch zum Tesco Superstore gelaufen, um meine letzten Mitbringsel zu besorgen. Insgesamt bin ich ca 14km wieder gelaufen. Wieder unvorstellbar für die Thais, die ja ihre Motos lieben.
Abends ging es noch einmal etwas essen, dieses Mal typisch für die Region: scharfes Curry mit Hähnchen und Nudeln und oben drauf frittierte Nudeln. Sehr lecker, aber sehr sehr scharf. Danach ging es noch ein letztes Mal auf den Nachtmarkt.
Am nächsten Tag checkte ich früh aus und ging dann noch ein bisschen durch die Stadt, um die Zeit rum zu kriegen. Beim Mittagessen traf ich die Frau aus dem Hostel wieder, die meinte, ich könnte auch bei ihnen auf meinen Abfahrt warten. Also bin ich mit zurück ins Hostel und habe dann Filme geschaut.
Am späteren Nachmittag machte ich mich dann zum Bahnhof auf und es war wie verhext. Wurde ich sonst immer von Tuk Tuks angehupt, war dieses Mal von ihnen keine Spur. Nach 10 Minuten laufen, hatte ich Glück und ein Taxi hat mich (sogar noch sehr billig) mitgenommen. Am Bahnhof kaufte ich mir noch ein letztes Mal Pad Thai und dann ging es auch schon los.
Das klingt jetzt optimistischer, als es war. Im Endeffekt war die als 15h angepriesene Zugfahrt 19 Stunden lang. Auf einer Strecke von knapp 750km ist der Zug also im Schnitt 39km/h gefahren. Grund dafür war, dass der Zug, nachdem er einmal Fahrt aufgenommen hat, wieder bremste und dann mitten in der Prärie stehenblieb. Grund hierfür war manchmal ein anderer Zug, der an unserem vorbeifahren musste. Doch meistens gab es keinen ersichtlichen Grund. Im Zug selber traf ich eine Deutsche, mit der ich mich unterwegs gut unterhalten habe.Sie meinte, sie wusste, dass der Zug Verspätung haben wird, weil man ihr das schon gesagt hat. Mir wäre es ja eigentlich auch egal, hätte ich heute nachmittag nicht noch einen Flug bekommen müssen. Wie auch immer, nachdem wir die letzten 5km in 30 Minuten geschafft hatten, wollte ich in den Expressbus zum Flughafen steigen. Problem war nur, dass es diesen anscheinend nicht mehr gibt. Deswegen musste ich schnell mit einem Taxi zu einem anderen Bahnhof fahren und von dort den Skytrain zum Flughafen nehmen. Meine Angst, dass der Taxifahrer zum falschen Bahnhof fährt (was schon vorgekommen ist), war unbegründet und ich war dann pünktlich 2h vorm Abflug am Flughafen. Dann noch fix den Rucksack eingecheckt, sich nicht von dem Gerücht einschüchtern lassen, dass Arbeiter am Flughafen Drogen in den Rucksack stecken und man seinen Rucksack also besser in Folie einwickeln soll und durch den Securitycheck durch und dann war ich fertig.
Zur Feier des Tages habe ich mir ein Burger King Menü gegönnt.
Danach wollte ich noch mein restliches Thailändisches Geld umtauschen lassen und habe sogar 3$ dafür bekommen. In Kambodscha bezahlt man das meiste nämlich in Dollar und bekommt dafür dann Riel wieder. Oder man bezahlt in Riel. Hostels, Taxis etc. werden aber in Dollar bezahlt.
Schon durften wir auch ins Flugzeug einsteigen, indem ich mich nur noch anschnallte und dann sofort eingeschlafen bin. Nach einer kurzen Stunde waren wir dann auch schon in Phnom Penh.
Mit dem Tuk Tuk ging es dann zum Hostel.
Das Hostel ist bisher sehr schön, großer Bereich im Erdgeschoss mit großer Bar, TV, Billardtisch und einem Pool. Das Zimmer ist auch geräumig und beherbergt 6 Betten, sowie ein privates WC/Bad.
Eben war ich noch mit einer Zimmermitbewohnerin essen, Sandwich mit einem Matsch aus Fisch und Schwein (so hats zumindest geschmeckt) mit Sauerkraut, Gurken und Tofu. Als Nachtisch gönnte ich mir noch verschiedenen süßen Matsch vom Nachbarstand. Im Endeffekt war es süße Maissuppe mit salziger Kokosnussmilch und einem Eierpudding.
Nun sitz ich hier in der Lounge im Erdgeschoss mit einem kühlen kambodianischen Bier (lecker) und lasse den Tag ausklingen.
Prost!

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