Sonntag, 26. August 2012

Kochen wie ein Profi

Heute habe ich erst einmal ausgeschlafen. Nachdem ich die letzten Nächte nicht viel Schlaf bekommen habe, habe ich mir das heute auch mal verdient. Es stand ja eh nix weiter an, nur um 16h hungrig zum Kochkurs zu gehen.
So habe ich dann also einen sehr faulen Vormittag verbracht, in Ruhe gefrühstückt, Wäsche gewaschen und gewartet.
Pünktlich wie die Maurer kam der Koch, um mich und die anderen Mitesser abzuholen. Insgesamt waren wir nur 4 Personen, 2 aus England, 1 Australier und ich, als wir uns gemeinsam zum Markt aufmachten. Dort erklärte uns Perm, unser Koch, was man so beim Einkaufen beachten sollte und welche verschiedenen Kräuter im allgemeinen Thai-Topf landen. Er erklärte uns auch die Unterschiede beim Kaufen von Ingwer oder Kokosnüssen etc. Danach ging es ab in die Küche. Vorher mussten wir natürlich noch in seinen Garten und uns mit Chilischoten, Zitronengras, Auberginen und diversen Kräutern eindecken.
Danach ging es ab an den Herd. Zunächst gab es eine kleine Einführung.
Schon vor dem Marktbesuch mussten wir uns die Gerichte auswählen, die wir kochen wollten. Dabei hatten wir die Wahl zwischen Tom Yam (Scharfe Suppe) oder Tom Kha (Kokosnussmilchsuppe) und Green Curry oder Penang Curry. Pad Thai (gebratene Nudeln) und Chicken & Cashew, sowie Frühlingsrolle mit Banane waren vorgeben. Das fand ich aber überhaupt nicht schlimm, da ich mich hier meistens von Pad Thai und Chicken & Cashew ernähre und super gerne wissen wollte, wie man das macht.
Bei den vorherigen Gerichten entschied ich mich für die Kokosnussmilchsuppe mit Shrimps, sowie dem Penang Curry. Bei den anderen beiden Gerichten wusste ich, dass sie mir zu scharf sind (ich durfte in Ayuttaya schon einmal das grüne Curry probieren, weil ich für eine Vegetarierin herausfinden sollte, ob da Fleisch drin ist oder nicht. Mein Mund hat höllisch gebrannt und ich habe danach nichts mehr geschmeckt, denn das grüne Curry ist mit das schärfste Curry hier in Thailand. Ach ja - es war doch Hühnchen und kein Tofu).
Los gings mit der Suppe. Perm zeigte uns, wie wir alles zubereiten sollten und wir machten es nach. Dabei zeigte er uns einige Tricks und gab uns Vorschläge, wie wir was machen könnten. Außerdem haben wir gelernt, wie wir im Wok Hühnchen anbraten und das alles so schön in Flammen aufgeht, wie bei den Meisterköchen.
Nachdem wir alles gekocht hatten, hieß es "Zu Tisch" und wir haben alle unser Essen gegessen. Es hat sehr lecker geschmeckt, vor allem, da wir selber entscheiden konnten, wie scharf es sein soll. So hatte ich ein angenehmes und mildes Abendessen.
@ alle Aachener: das wird auch alles nachgekocht. Besonders dir verspreche ich es, Anna! :)



frische Zutaten aus dem Garten, Zitronengras, Auberginen (kleine und mittel), sowie Kräuter und Chili

mein Arbeitsplatz, sowie unser Chefkoch

mit leichtem Bammel vor dem "Feuerkochen"

im Uhrzeigersinn: Pad Thai, Penang Curry, Chicken & Cashew


Als wir dann wieder in die Stadt gefahren sind, gingen wir zum Sonntagsmarkt, der sich durch viele Straßen in Chiang Mai zog. Dieser war viel schöner als der Nachtbasar, denn es gab viel mehr zu sehen und eine größere Vielfalt an Souvenirs und Lebensmitteln.

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