Donnerstag, 30. August 2012

Phnom Penh

Nach einem gutverdienten und tiefen Schlaf bin ich heute morgen mal wieder früh aufgewacht, halb 9. Da ich in der Nacht noch eine Australierin getroffen hatte und mit ihr ausgemacht habe, dass wir zusammen einen Spaziergang durch Phnom Penh machten, wartete ich auf sie und hatte ein langes Frühstück im Hostel.
Unser erster Stopp war der Central Market, gleich in der Nähe vom Hostel. Von außen sah er schon ziemlich distinktiv aus und innen gab es den bekannten Touristenkitsch zu kaufen.

Der zentrale Markt, im Art Deco-Stil


Ich war schon ein bisschen enttäuscht, dass nur Schmuck, Uhren und alles andere angeboten wurde, aber nichts, was einem ordentlichen Markt in meinem Sinne entsprach. Aber nachdem wir uns durch die verschiedenen Stände geschlängelt hatten, sahen wir endlich den Essensmarkt. Und das war wirklich etwas ganz anderes als der Aachener Wochenmarkt. Klar gab es Obst und Gemüse, aber:
Los ging es mit Frauen, die Snacks verkauften. Diese entpuppten sich entweder als Mangos mit Chilisauce oder aber große Schüsseln mit frittierten Insekten. Man hatte eine große Auswahl: Grillen, Maden oder Schaben, für jeden Geschmack etwas dabei. Eine Frau verkaufte dicke, fette Spinnen, die gerade eine Japanerin kaufte. Sie bot uns an, die Spinne zu probieren, aber da war ich dann doch zu angeekelt und bin lieber weiter gegangen.

Hunger, irgendjemand?


Dafür habe ich mir am nächsten Stand einen Kuchen gekauft, der überall angeboten wurde. Im Endeffekt war es aber nur ein Biskuitkuchen, trotzdem lecker und trotzdem besser als die Spinne. Weiter auf dem Markt kamen wir an den Ständen vorbei, an denen es warme Mahlzeiten gab. Meistens war das gegrillter Tintenfisch oder Scampispieße. Als wir weitergingen sahen wir noch viele kleine Snacks in Bananenblätter eingerollt, gekochte oder frittierte Frühlingsrollen, kambodianische Sweets, Froschschenkel und und und.

Na Gertimaus, das ist doch was für dich, oder? ;)


Als wir weitergingen kamen wir zum Frischfleisch-Markt. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Hühner, die gekauft wurden, lebten noch und wurden von dem Käufer ausgesucht, dann entsprechend kochfertig vorbereitet. Gleiches galt auch für die vielen vielen Fischstände. Überall lebten die Fische, Krabben, Muscheln noch und wurden dann fachmännisch und schnell verkaufsfertig abgepackt.

Fish Heaven, Parents, you'd love it here!
heute gibt es Huhn!


Nach dem Markt gingen wir weiter und kamen dann schließlich beim Unabhängigkeitsdenkmal, bei dem wir dann zum Palast abbogen.

links: Das Unabhängigkeitsmonument




Aufgrund meiner falschen Kleidung (nämlich in Tops und Shorts viel zu freizügig) durfte ich nicht in den Palast, aber das ist nicht schlimm, da ich das eh morgen machen wollte. Aber ein bisschen gelunst habe ich schon, doch leider nicht viel gesehen.

Das Nationalmuseum
Anne & der Palast


Danach ging es am Fluss entlang zu einem Straßencafe, wo wir einen kleinen Snack hatten. Danach ging es am Fluss entlang in Richtung Hostel zurück, da es schon später Nachmittag wurde. Man sollte als Tourist in Phnom Penh auch nicht nachts bzw. im Dunkeln alleine nach Hause gehen, da man gerne überfallen wird. Dementsprechend wollten wir langsam aber sicher wieder zurück zum Hostel.
Am Flussufer sahen wir auch ein öffentliches Gebet oder eine öffentliche Zelebration von Mönchen.
Wir bogen dann noch ein eine Nebenstraße ab und besuchten noch einen kleinen Markt, der nur von Einheimischen benutzt wurde und keine weiteren Touristen zu sehen waren. Die meisten Stände verkauften wieder Froschschenkel und es war interessant zu sehen, wie schnell aus einem Frosch zubereitungsfertige Froschschenkel wurden. Ein Kind trennte die Beine vom Körper, 2 Kinder zogen die Haut über die Beine und fertig.
Ich kaufte dann noch einige Mangoteens, eine Art Litschi und weiter ging es.
Am Straßenrand laufen in Phnom Penh viele Kinder rum, die einem Armbänder, Bücher oder Tücher verkaufen wollen. Dabei sind sie sehr hartnäckig und wollen einen garnicht mehr gehen lassen. Sie probieren es dann auch, indem sie mit einem Schnick-Schnack-Schnuck spielen und der Verlierer ein Armband kaufen muss. Ich lehnte mehrmals ab und plötzlich sah der eine kleine Junge die Mangoteens in meiner Hand und meinte, er hätte lieber die Früchte. Ich meinte, wenn er "Bitte" sagt, bekommt er eventuell eine. Natürlich sagte er schnell "Bitte" und bekam eine Mangoteen. Sein kleiner Bruder war natürlich auch zur Stelle und für ihn gabs auch noch eine Frucht. Es war schön zu sehen, wie sehr sich die beiden über die kleine Frucht, die mich im halben Kilo und damit mit 10 Stück 55 Cent gekostet hat, gefreut haben.
Unser letzter Stop war Wat Phnom, der mit 27m höchste Punkt in Phnom Penh. Ich entschied mich gegen die 1$ Gebühr und bin nicht hochgelaufen. Man hätte eh nicht viel gesehen.
Deswegen ging es schnell weiter.


Anne & Wat Phnom
Im Hostel angekommen, haben wir schnell unsere Bikinis angezogen und sind in den Hostelpool gesprungen und sind ein bisschen rumgeschwommen.
Zu guter letzt an diesem Tag sind wir dann noch zu einem kleinen Restaurant gegangen und haben typisch Khmer gegessen. Das hieß meine Spare Ribs Sweet & Sour waren in Stückchen gehackte Spare Ribs zusammen mit Gemüse in Sauce. War sehr lecker, jedoch sehr knochig.

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