Der Tag ging allerdings nicht so gut los. Schon in der Nacht konnte ich nicht gut schlafen, da die Britin, die mit mir im Zimmer war, entschied, ins Zimmer zu brechen und sich der Geruch dann fein durch die ganze Nacht zog. Am Morgen wollte eigentlich auch die Frau aus dem Reisebüro meinen Rucksack abholen, sie kam allerdings nicht, deswegen musste ich schnell zum Büro hetzen. Sie war ganz erschrocken und hat sich mehrfach entschuldigt, dass sie mich vergessen hatte. Danach ging es noch fix in den Supermarkt, Frühstück besorgen.
Zurück beim Reisebüro kam auch schon der Bus, der mich abholte.
Ich muss sagen, dass ich mit der Gruppe viel Glück hatte: 4 Engländer, 2 Spanier, alle in meinem Alter und ein koreanisches Ehepaar, die sich aber sehr zurückhielten und wenig mit uns kommunizierten.
So, erster Stopp war der Markt, bei dem wir uns mit Wasser, Klopapier, Mückenspray etc. eindecken sollten. Danach ging es zum Elefantencamp. Dort gab es erst einmal Mittagessen. Danach mussten wir auf die Elefanten warten.
Das Elefantenreiten war sehr schwankend, aber man gewöhnte sich relativ schnell dran. Außerdem war die Strecke sehr steil und dann doch relativ aufregend, denn man musste aufpassen, dass man nicht vom Sitz rutscht. Nach einer Stunde war es dann schon vorbei und wir machten uns bereit für die Wanderung. Unser Guide meinte schon zu uns, dass es rutschig werden könnte und gab uns allen einen Wanderstock. In der Tat war die Strecke teilweise sehr steil, rutschig und abenteuermäßig. Nach 4h und einer geschätzten Ewigkeit kamen wir dann aber doch im Dorf an. Uns wurde unser Domizil für die Nacht gezeigt, ein Bambushaus mit vielen Matratzen und Moskitonetzen (zum Glück, denn die Mücken fraßen einen auf, trotz des Sprays. Das hat allerdings nur eine geringe Wirkung, wenn man arg schwitzt. Im Camp angekommen, duschten wir uns alle erst einmal. Wir hatten Glück und es gab ordentliche Duschen und Toiletten. Da in dem Häuschen, wo sich die Duschen befanden, ein offenes Fenster ins Tal gerichtet war, hatte man während der Dusche einen wunderschönen Ausblick ins Tal. Dann gab es auch schon Essen und es wurde dunkel. Wir verbrachten die Zeit am Tisch und versuchten die Hunde zu verscheuchen, die sich immer wieder versuchten, in unsere Nähe zu setzen. Da die meisten der Hunde aber nicht sehr gesund aussahen und teilweise offene Wunden hatten, war uns das ziemlich unangenehm.
In der Nacht kam ein Gewitter auf und wir hörten wohl den lautesten Donner unseres Lebens. Das Mädchen, das neben mir geschlafen hatte, wachte auf und fragte, wo die Bombe eingeschlagen hatte.
Am nächsten Tag gab es ein ordentliches Frühstück und schon wurde zum Abmarsch geblasen. Da es die Nacht über geregnet hatte, wurde uns gesagt, dass die Tour zum Wasserfall, die Raftingtour und das Bambusrafting eventuell ausfallen müsste. Das hieß für uns, dass wir eigentlich nur noch zurück ins Tal laufen. Wir waren alle sehr enttäuscht, aber konnten nichts machen. Unser Tourguide meinte aber noch beschwichtigend, dass er mit den anderen Guides reden wird und dann erst entschieden wird.
Der Abstieg war sehr rutschig und wieder sehr steil. Also sehr abenteuermäßig. Zwischendurch wurde noch einmal überlegt, ob wir zum Wasserfall gehen oder nicht und - wenn wir da sind, ob man überhaupt (wie versprochen) schwimmen gehen kann. Die meisten wollten das sehen, sodass die Gruppen getrennt wurden und nur die zum Wasserfall wandern, die auch wollten. Die meisten, auch von den anderen Gruppen wollten den Wasserfall sehen, sodass eine größere Gruppe den Abstieg zum Wasserfall wagte. Die anderen liefen eine Straße zum Rafting und warteten dort auf uns.
Die Wanderung zum Wasserfall hatte sich, trotz noch extremeren Umständen (es war teilweise noch steiler), total gelohnt und wir konnten sogar schwimmen gehen. Nach der erfrischenden Pause ging es am Fluss entlang zum Rafting. Bambusrafting fiel aus, was aber im Endeffekt nicht schlimm war.
Beim Rafting angekommen, wurde uns eine kleine Einführung gegeben und dann ging es auch schon los.
Die meisten Zeit der Fahrt fuhren wir durch diverse Stromschnellen und sogar einem kleinen Wasserfall, was ziemlich cool war.
Danach ging es zum Mittagessen, wo wir dann auf unsere Rückfahrt warteten.
Zurück in Chiang Mai holte ich meinen Rucksack ab und machte mich auf die Suche nach meinem neuen Hostel.
Dort angekommen, gab es erstmal eine richtige Dusche, um den ganzen Schlamm abzuwaschen.
Später buchte ich mir noch einen Kochkurs, zu dem ich gleich gehe und traf mich mit den Engländern, um zum Thaiboxen zu gehen. Das war teilweise sehr interessant und es gab auch eine Runde, in der den Kämpfern die Augen verbunden wurden und sie blind gegen einander kämpften. Das sah teilweise schon sehr lustig aus, aber war auch teilweise sehr peinlich, wie die Kämpfer die ganze Zeit in die leere Luft boxten.
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