Das Zimmer teilte ich mir diese Nacht mit einem älteren Saalfelder, die sich vor allem durch Selbstgespräche auszeichnete. Zum Glück ist er aber jetzt weg und an seiner Stelle eine Koreanerin eingezogen, mit der ich mich schon nett unterhalten habe.
Den restlichen Tag verbrachte ich damit, mir die Stadt anzuschauen. Dafür bin ich zunächst auf einen Hügel in der Nähe des Hostels gelaufen. Viele wollten mir vom Laufen abraten und meinten, dass ich mir ein Taxi nehmen sollte. Ich aber meisterte den Berg problemlos und wurde an dem Aussichtspunkt von zwei Touristen mit den Worten "Wow, you made it" (Du hast es geschafft!) begrüßt. Sie meinten, sie hätten nicht gedacht, dass ich durchhalte. Im Endeffekt war es einfach wie in Aachen auf den Lousberg zu laufen. Ich hatte sogar Glück und die Sicht auf die Stadt war sehr gut. Man konnte sogar schön das Wasser sehen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause machte ich mich nun auf den Weg, zu der nahe gelegenen Insel zu laufen. Dabei änderte ich jedoch ein bisschen die Route und hatte damit die Gelegenheit einen wunderschönen Tempel zu sehen. Auch hier war ich wieder die einzige Touristin, sodass ich mir alles in Ruhe anschauen konnte.
Auf meinem weiteren Weg wurde ich alle 5m von Taxis oder anderen angehupt und alle wollten wissen, wo ich hin möchte, Hilfe brauche oder mir ein Taxi anbieten. Ich lehnte immer wieder lächelnd ab und erklärte, dass ich gerne laufe. Die meisten sind kopfschüttelnd weitergefahren.
Der Weg zu der Insel und damit zum Strand war länger als gedacht und zwischendurch hatte ich mir durch meine FlipFlops schon unangenehme Blasen gelaufen, sodass ich eine kurze Verarztungspause einlegen musste. Danach ging es aber flink weiter.
Auf der Insel angekommen, sah ich noch einige Affen, die aber längst nicht so schön anzusehen waren, wie die Affen bei Ao Nang. Also ging ich weiter.
Als ich beinahe am Strand angekommen bin, hielt neben mir eine Thai-Frau und fragte mich auch, wo ich hin möchte. Ich erklärte ihr, dass ich zum Strand möchte. Sie sagte zu mir, dass ich mich beeilen sollte, denn diese Insel ist für Touristinnen, die alleine unterwegs sind, nicht so sicher. Sie fuhr mich also schnell zum Strand und erklärte mir, dass ich nach einer kurzen Pause wieder zurück laufen sollte. Busse und Taxis gibt es hier auch nicht, meinte sie.
Der Strand war leider eh enttäuschend und ich hatte nicht die Chance eben ins Wasser zu hüpfen. Außerdem hatte ich auch keine Lust, länger als nötig auf der Insel zu bleiben. Außerdem halfen die Pflaster auch nicht so richtig. Also machte ich mich wieder auf den Rückweg. Wiedermals musste ich sehr oft alle zurück grüßen und winken. (Die Thais grüßen einen Touristen immer gerne und wollen ihr Englisch ausprobieren, Schulkinder wollen Fotos mit dir machen und sind ganz verrückt nach dir. Ich musste vor einigen Tagen auch mit einer Klasse Englisch sprechen, damit sie ihre Aufgaben erledigen konnten...).
Nach einigen Metern fuhr ein Taximotorrad an mir vorbei und fragte mich, wo ich hin will. Da man in Thailand generell handeln und feilschen muss, fragte ich zunächst nach dem Preis. Er nannte mir einen viel zu hohen Preis und als ich weiterlaufen wollte, stoppte er mich und meinte, ich könne zahlen, was ich will. Das fand ich dann schon besser. Nach 10 Minuten war ich wieder in der Stadt.
Im Hostel traf ich dann noch 2 aus Sachsen, mit denen ich mich gut unterhalten hatte. Da die beiden noch in ein Kabarett gingen, ging ich alleine zum Foodmarket und aß alleine Abendbrot.
Im Folgenden einige Impressionen aus Phuket:
| Hurra, endlich oben angekommen! |
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